Foliant VII - Verlassen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Unterschlüpfe sind verlassen, aber sie sind immer noch wahre Schatzkammern voller Vorräte. Dieses Monster von einer Grippe hat schnell zugeschlagen und keine Gefangenen genommen. Bill seufzt und bezweifelt, dass die Evakuierungen noch laufen. Zoey hingegen glaubt, dass sich die Regierung noch etwas schert. Die Welt ist zugrunde gegangen und der Regierung ist das egal, aber er wird nichts sagen. Das Letzte, was er tun wird, ist, ihnen die Hoffnung zu nehmen, während sie sich durch die Gedärme der gefallenen Stadt schleichen. Zoeys andere Idee mit der Insel, auf der sie verfaulen konnten, hatte ihm gefallen. Das ist eine gute Idee. Wenn man irgendwo verfaulen muss, dann ist eine Insel, irgendeine Insel, keine so schlechte Idee. Vor allem eine mit Kokosnüssen. Aber wenn sie auf die Regierung hofft, kann sie ruhig weitermachen. Er wird ihr diese Hoffnung nicht nehmen. Auch wenn er selbst genug über die Regierung weiß, um zu wissen, dass sie keinen zweiten Gedanken wert ist, ganz zu schweigen von einer zweiten Chance. Aber er wird schweigen für die Zivilistin, die noch an das System glaubt … ein System, das schon lange vor der Grippe kaputt war. Außerdem wird er sich etwas überlegen, während sie auf die Regierung hofft. So macht er es immer. Zoey sieht ihn an. Es muss mehr wie uns geben ... Gebiete, die geschützt wurden … unter Quarantäne gestellt. Es kann nicht sein, dass alle Städte so sind. Bill unterdrückt eine zynische Bemerkung. Zoey hat etwas an sich, das er respektiert. Sie erinnert ihn an jemanden, den er mal kannte. Jemanden, der er mal war. Jemanden, der viele Ideen und Ideale hatte, bevor er das wahre Gesicht der Regierungen … der Menschheit sah … Es ist schön, das in ihr zu sehen. Wirklich schön. Er hofft, dass ihr das erhalten bleibt, und es diese Hölle nicht aus ihr rausstampft. Ein starker Wind raunt schrecklich und trägt einen allzu bekannten Geruch mit sich ... den Geruch von Fäulnis ... den Geruch von Dreck ... den Geruch von Tod. Die Infizierten. Dutzende von ihnen. Vielleicht Hunderte. Bill handelt instinktiv. Augen auf! Waffen bereit! Bevor er noch etwas sagen kann, werden sie von den Infizierten eingekreist. Schüsse knallen durch die tote Stadt. Köpfe bersten wie verdorbene, verfaulende Melonen, und die Infizierten liegen überall verstreut. Einer stürmt aus den Schatten auf Bill zu. Ohne zu zögern schießt Francis ihm den Schädel weg und wendet sich Bill zu. Frohe Weihnachten! Bill seufzt tief. Der Dreckskerl hat mein Leben gerettet und jetzt will er es mir unter die Nase reiben. Er wirft Francis einen strengen, vorwurfsvollen Blick zu. Also gut … du kannst den Spruch haben. Und jetzt halt den Rand und schieß! Bill flucht leise und erschießt weiter die dunklen Silhouetten, die durch die tiefe, orangefarbene Dämmerung auf sie zustürmen. Verdammt, wie habe ich das vermisst.
 
Die Unterschlüpfe sind verlassen, aber sie sind immer noch wahre Schatzkammern voller Vorräte. Dieses Monster von einer Grippe hat schnell zugeschlagen und keine Gefangenen genommen. Bill seufzt und bezweifelt, dass die Evakuierungen noch laufen. Zoey hingegen glaubt, dass sich die Regierung noch etwas schert. Die Welt ist zugrunde gegangen und der Regierung ist das egal, aber er wird nichts sagen. Das Letzte, was er tun wird, ist, ihnen die Hoffnung zu nehmen, während sie sich durch die Gedärme der gefallenen Stadt schleichen. Zoeys andere Idee mit der Insel, auf der sie verfaulen konnten, hatte ihm gefallen. Das ist eine gute Idee. Wenn man irgendwo verfaulen muss, dann ist eine Insel, irgendeine Insel, keine so schlechte Idee. Vor allem eine mit Kokosnüssen. Aber wenn sie auf die Regierung hofft, kann sie ruhig weitermachen. Er wird ihr diese Hoffnung nicht nehmen. Auch wenn er selbst genug über die Regierung weiß, um zu wissen, dass sie keinen zweiten Gedanken wert ist, ganz zu schweigen von einer zweiten Chance. Aber er wird schweigen für die Zivilistin, die noch an das System glaubt … ein System, das schon lange vor der Grippe kaputt war. Außerdem wird er sich etwas überlegen, während sie auf die Regierung hofft. So macht er es immer. Zoey sieht ihn an. Es muss mehr wie uns geben ... Gebiete, die geschützt wurden … unter Quarantäne gestellt. Es kann nicht sein, dass alle Städte so sind. Bill unterdrückt eine zynische Bemerkung. Zoey hat etwas an sich, das er respektiert. Sie erinnert ihn an jemanden, den er mal kannte. Jemanden, der er mal war. Jemanden, der viele Ideen und Ideale hatte, bevor er das wahre Gesicht der Regierungen … der Menschheit sah … Es ist schön, das in ihr zu sehen. Wirklich schön. Er hofft, dass ihr das erhalten bleibt, und es diese Hölle nicht aus ihr rausstampft. Ein starker Wind raunt schrecklich und trägt einen allzu bekannten Geruch mit sich ... den Geruch von Fäulnis ... den Geruch von Dreck ... den Geruch von Tod. Die Infizierten. Dutzende von ihnen. Vielleicht Hunderte. Bill handelt instinktiv. Augen auf! Waffen bereit! Bevor er noch etwas sagen kann, werden sie von den Infizierten eingekreist. Schüsse knallen durch die tote Stadt. Köpfe bersten wie verdorbene, verfaulende Melonen, und die Infizierten liegen überall verstreut. Einer stürmt aus den Schatten auf Bill zu. Ohne zu zögern schießt Francis ihm den Schädel weg und wendet sich Bill zu. Frohe Weihnachten! Bill seufzt tief. Der Dreckskerl hat mein Leben gerettet und jetzt will er es mir unter die Nase reiben. Er wirft Francis einen strengen, vorwurfsvollen Blick zu. Also gut … du kannst den Spruch haben. Und jetzt halt den Rand und schieß! Bill flucht leise und erschießt weiter die dunklen Silhouetten, die durch die tiefe, orangefarbene Dämmerung auf sie zustürmen. Verdammt, wie habe ich das vermisst.
 
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Version vom 7. Mai 2021, 16:38 Uhr

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Foliant VII - Verlassen ist der Foliant zum siebten Spalt in Dead by Daylight welcher am 5. Mai 2021 veröffentlicht wurde.

Überblick

Die Charaktere dieses Folianten sind William „Bill“ Overbeck und Adiris aka Die Seuche.

Tagebucheinträge und Erinnerungen

Bill Overbeck: Der lange Heimweg

ERINNERUNG 776

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Overbeck taumelt mit einem Stoffbeutel aus seinem Haus und versucht immer noch, die letzten paar Stunden seines Lebens zu verarbeiten. Alles ist verschwommen, nichts ergibt Sinn und in seinen Adern pulsiert immer noch eine kribbelnde Mischung aus Betäubungsmitteln und Adrenalin. Es fühlt sich genauso an wie damals in Vietnam. Gerade versinkt man noch in eine weit entfernte Traumwelt, und kurz darauf wehrt man in einem seltsamen, nebligen Albtraum den Chirurgen ab. Er erinnert sich an die Krankenschwester, die zuckt, krampft, sich verändert. In etwas, das er nicht ganz verstand und immer noch nicht versteht, obwohl sie überall sind. Er erinnert sich daran, gespürt zu haben, dass etwas nicht stimmte. Dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Er erinnert sich daran, wie sich sein Magen umdrehte und wie er gegen das Gewicht auf seinen Augenlidern kämpfte, alles versuchte, um seine Augen offen zu halten, als die verdammte Hölle rund um ihn herum losbrach. Er erinnert sich, wie er mit der Krankenschwester zu Boden fiel, das Tablett klapperte und die Messer und Werkzeuge verstreut herumlagen. Er wollte schlafen, einfach nur schlafen, aber er befahl seinen Augen, offen zu bleiben, und sah die Spritze, die über den antiseptischen Boden rollte. Er erinnert sich, wie er seinen Arm ausstreckte, die Spritze nahm und sie in sein Herz stach. Oder in seinen Arm? Oder vielleicht beides? Er weiß es nicht mehr. Ist auch egal. Es zählt nur, dass er es lebend aus dieser Hölle geschafft hat. Er schüttelt seinen pochenden Kopf und klettert über eine Absperrung, die eine Gasse versperrt. Er windet sich durch die brennende Stadt zum Markt. Der Großteil der Stadt wurde dem Erdboden gleichgemacht. Rauch und Dämpfe wabern in den Straßen. Die Luft stinkt nach der brennenden Zivilisation. Der brennenden Menschheit. Er erkennt den Geruch. Er bringt ihn zurück an Orte, die er lieber vergessen will. Alarmsirenen übertönen unaufhörlich die widerhallenden Schreie der Infizierten. Flammen lodern in den Ruinen und auf den Absperrungen und lassen Philly wie eine glühende Wüste aus Tod und Zerstörung wirken. Er hatte Artikel über die sogenannte grüne Grippe gelesen. Es waren nur wenige Tage vergangen und schon fühlte es sich an, als würde sie uns alle zurück in die gottverdammte Steinzeit katapultieren. Das ist schlimmer als in Vietnam. Viel schlimmer. Philly im Chaos versunken und von Infizierten überrannt. Es war mehr als eine gewöhnliche Grippe. Kein Scherz. Dutzende Verschwörungstheorien, und jetzt ist es egal. Es ist einfach egal. Alles, was zählt, ist das Überleben. Das kennt er schon. Er hört jemanden fluchen und sieht eine junge Frau, die eine Horde von Infizierten beim Markteingang mit einem Rechen verprügelt. Beeindruckend. Auf sie mit Gebrüll, Soldatin! Darf ich mich einmischen? Sie schlagen auf die Infizierten ein, bis nur noch Fleisch und Blut von ihnen übrig sind. Er starrt sie an. Sie kommt auf ihn zu. Nicht schlecht, alter Mann. Ich bin Zoey, die letzte Frau auf Erden. Nicht wirklich, aber so fühlt es sich an. Sie lacht und wischt sich faulige Fleischfetzen vom Arm. Sie erinnert ihn an eine Kleine in Vietnam. Starkes Lächeln und sehr witzig … sehr stark … genau wie sie.

ERINNERUNG 777

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Hallo! Ist da jemand?! Ich könnte hier Hilfe gebrauchen! Bill hört die Hilferufe über dem qualvollen Stöhnen der Infizierten. Inmitten des Chaos sieht er einen Käfig, der von Infizierten umzingelt ist. Er schnappt sich sein Gewehr und schießt. Die Köpfe der Infizierten zerbersten wie Wassermelonen. Er nähert sich mit Zoey dem Käfig, in dem er einen mit Blut bedeckten Mann sieht. Vom Regen in den Käfig. Er lacht. Wie bist du denn in dieses Drecksloch geraten? Der Mann seufzt. Hör auf zu quasseln und hol mich hier raus. Zoey sieht sich um. Etwas stimmt hier nicht. Sie hat gute Instinkte. Bill fühlt dasselbe Unwohlsein. Der Mann schlägt gegen den Käfig. Holt mich einfach hier raus, bevor sie zurückkommen! Bill hebt den Gewehrkolben und schlägt das Schloss mit einem lauten Scheppern vom Riegel. Frohe Weihnachten, Kleiner. Der Mann grinst. Das gefällt mir, Opa, aber ich bin nicht klein. Nenn mich Francis. Francis tritt aus dem Käfig und wiederholt immer wieder: Frohe Weihnachten ... Frohe Weihnachten, verdammt … Bill spuckt über die Leiche eines Infizierten, die über den Trümmern liegt. Das ist mein Spruch. Lass dir einen eigenen einfallen. Francis’ Lächeln wird noch breiter. Für so einen Spruch gibt es kein Copyright. Bill weiß, was er tut. Sie sind eine Art Rudel und hier geht es nicht um einen Spruch. Hier geht es darum, wer das Sagen hat. Ziemlich unverschämt für einen Zivilisten. Die Wahrheit ist, in diesem Chaos hat niemand das Sagen und wir müssen alle irgendwann die Führung übernehmen. Er ist nur zu dumm, um das zu verstehen. Er muss ihn jetzt brechen, bevor es unangenehm wird. Ihm den Kopf zurechtrücken. Er nähert sich dem Mann. Zoey seufzt. Jungs … es ist doch nur ein gottverdammter Spruch. Ein plötzliches Klicken hinter ihnen und Bill spürt, dass sie im Arsch sind. Sie drehen sich um und sehen drei Männer mit auf sie gerichteten Gewehren. Vom Käfig ins verdammte Feuer. Francis seufzt. Scheiße ... Kanadier. Bill mustert sie. Eine Gruppe von Männern in provisorischen Schutzanzügen und mit Gewehren. Wir sind keine Kanadier, und jetzt bewegt euch! Bill sieht Zoey und Francis an und raunt: Das sind Prepper. Francis zieht eine Grimasse. Also, was willst du damit sagen ... Meinst du, sie sind schlimmer als Kanadier? Bill hat darauf keine Antwort. Er hat mit Kanadiern gekämpft. Verdammt gute Männer. Was hast du gegen Kanadier? Francis zuckt mit den Schultern. Eine ganze Menge?

Weitere Tagebucheinträge und Erinnerungen sind auf späteren Stufen verfügbar.


Adiris: Die Jungfernwächterin

ERINNERUNG 4097

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Möge deine Stimme das Jenseits erreichen, möge deine Stimme das Jenseits erreichen, möge deine Stimme ... Adiris spricht diese Zeile, bis sie zu einem einzigen Wort verschmilzt, das sie in Einklang mit den Gläubigen murmelt. Mödeistidasjenerrei … Mödeistidasjenerrei ... Mödeistidasjenerrei ... Dreizehn Frauen stehen im Kreis um einen Steinaltar. Adiris’ Sprechgesang lässt mit der Zeit nach, ihr rauer Hals ist der einzige Hinweis, dass sie noch mitmacht. Jeder Satz bedeutet Schmerz. Den nackten Mann, der sich mit dem Gesicht nach unten auf dem Altar krümmt und von Lederbändern festgehalten wird, hat sie beinahe vergessen.

Der Hohepriester Haban hebt eine Hand. Adiris hält wie die anderen Gläubigen inne und senkt den Kopf. Sie ruft sich in Erinnerung: Ehre den Schmerz, ein Opfer für die Seeziege, den Gott des Wassers und der Schöpfung. Die Gläubigen zerstreuen sich und Adiris nähert sich dem Mann auf dem Altar. Tränen strömen aus seinen blutunterlaufenen Augen. Sie möchte ihm Trost spenden, ihm versichern, dass die Götter ihn lieben, ihn vielleicht sogar vom Altar und fort von den kommenden Schmerzen ziehen. Sie lächelt ihn an, wie sie einem Kind zulächeln würde. Wenn du nur die Bedeutung deines Opfers verstehen würdest, dann würdest du vor Freude lachen. Sanft und liebevoll küsst sie seine Stirn.

Möge deine Stimme das Jenseits erreichen.

ERINNERUNG 4098

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Der Beschwörer tritt vor: ein kleiner, runzliger Mann, gehüllt in einen scharlachroten – nein, weißen, aber blutigen – Umhang. Adiris neigt ihren Kopf und stimmt in das Flüstern um sie herum mit ein. Mögest du durch See und Sterne schwimmen. Der Beschwörer steht über dem an den Altar gefesselten Mann. Er nickt. Zieht einen Ärmel zurück. Enthüllt einen Speer, den er fest in der Hand hält. Er hebt die Waffe und ... stößt zu! Die Spitze durchbohrt den unteren Rücken des Mannes. Er bäumt sich auf und schreit, zittert, verkrampft, der Unterkörper bleibt regungslos und seine Blase entleert sich auf dem Altar. Der Beschwörer stellt ein Bein auf die Steinplatte und drückt den Speer nach unten bis – ein grauenvolles Knacken. Schreien ... heulen ... betteln? Etwas darüber hinaus – unbeschreiblich. Ein Wirbel tritt aus der offenen Wunde. Blut spritzt.

Galle steigt in Adiris’ Kehle hoch, als sie sich abwendet, um nicht zu erbrechen. Die anderen Gläubigen blicken nach oben. Lob! Ruhm den Göttern! Wegen der Schreie des Mannes ist nichts zu hören. Seine Stimme wird das Jenseits bestimmt erreichen. Adiris fasst sich und wiederholt den heiligen Text in ihrem Kopf: Die Pläne der Götter sollen nicht infrage gestellt werden, denn sie kennen Schönheit, die das menschliche Auge nicht erkennen kann. Die Pläne der Götter sollen nicht infrage gestellt werden, denn sie kennen ...

Vertraue ihnen, Adiris, vertraue ihnen! Sie gibt ihrem Glauben nach und feiert mit den anderen, aber da bemerkt sie – Haban. Er bedeckt sein Gesicht zu spät und sie sieht es: eine Träne rinnt aus seinem Auge. Sein Gesicht wirkt ... von Schmerz erfüllt.

ERINNERUNG 4099

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Adiris spritzt Wasser auf den Altar und wischt. Roter Kreis, wirbelnd, hell ... wie die Sonne an dem Tag, als sie vor der Tempeltür zurückgelassen wurde. Erstickende Hitze, schmerzhafte Schritte auf dem brennenden Sand. Mutter und Vater ... ein fehlendes Bruchstück in ihrer Erinnerung, unscharf, ersetzt durch ... Haban. Eine Gruppe imposanter Hohepriester, und nur er hat einen warmen Blick. Sie weint, also hebt er sie hoch und zieht seine Kapuze zurück. Im Hof erlaubt er ihr, die Götterstatuen anzufassen – Rishan, Hüter der Sterne; Ortares, Wächter der Wüste; Atil-Alara, Mutter der Menschheit – Gottheiten, die auf sie Acht geben und sie beschützen würden. Haban wird zum Lehrer. Vater. Er erzählt ihr von ihrer Religion: von Verbannten ins Leben gerufen, die glaubten, dass andere Religionen von der Politik verdorben wurden. Sie gewannen neue Erkenntnisse über das Leben nach dem Tod und vereinten alle Götter unter dem großen Schöpfer, der Seeziege.

Sie findet Rat in seinen Lehren, Bedeutung in der Knechtschaft und Trost im Wissen, dass Leid Liebe ist. Sie mag bei der Verbindung von Mitleid mit blutigen Opfern erschauern, aber sie arbeitet fortwährend daran, ihre Zweifel zu überwinden. Doch mit den Jahren, in denen ihr Glaube wächst, verändert sich Haban auf eine andere Weise. Sie sieht Bedrücktheit in seinem Gang. Hört, wie seine Stimme abschweift, wenn er heilige Texte liest. Wo er einst aus großzügigen Opfern für die Götter Energie schöpfte, zeigt er heute Pein.

Welche Finsternis konnte die Wüstensonne verdunkeln?

ERINNERUNG 4100

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Adiris sitzt im Hof, Haban ihr gegenüber. Ihrer beiden Augen sind auf ein Spielbrett zwischen ihnen gerichtet. Sie würfelt mit einem Holzwürfel, bewegt eine schwarze Scheibe über die Felder des Bretts, landet auf Habans Spielfigur, stellt sie neben das Brett. Keine Reaktion von Haban. Adiris sieht ihn mit einem liebevollen, besorgten Blick an. Eine freudige Opfergabe heute Morgen, nicht wahr? Die Götter freuen sich, gelobt seien sie. Haban sieht kaum auf. Mhm ... gelobt seien sie. Eine kühle Brise, Vögel zwitschern, sie sind nicht zu sehen. Haban scheint den Hof abzusuchen. Da er keine anderen Menschen sieht, blickt er in Adiris’ Augen. Er war ein guter Mann. Ein Freund. Und die Welt ist dunkler ohne …

Adiris fragt sich, ob dies ein Test ist. Sie weiß, was sie sagen muss, unterbricht ihn mit dem Satz, der ihr schon Tausende Male gesagt wurde: Es wurde von den Göttern befohlen, er schwimmt jetzt hinter der Seeziege. Haban richtet seine Aufmerksamkeit wieder auf das Spielbrett, schlägt Adiris’ Scheibe und stellt seine eigene ans gegenüberliegende Ende des Bretts. Anscheinend habe ich gewonnen ... wie es von den Göttern befohlen wurde. Adiris rückt ihren Stuhl zurück und protestiert. Haban wischt das Brett vom Tisch. Ich werde die Regeln von Ur neu schreiben. Ich werde sie um Urteile, Strafen, Diebstahl und Opfer erweitern. Und sollte jemand Einspruch erheben, werde ich diese bedeutsamen Wörter predigen: Es wurde von der verdammten Seeziege und ihren verfluchten Göttern befohlen. Adiris schüttelt ihren Kopf, der Schock der Wörter, von denen sie nie dachte, sie jemals zu vernehmen, hallt schmerzhaft in ihrem Kopf wider. Das ist ... Blasphemie! Dunkle Ringe scheinen unter Habans Augen anzuschwellen. Ja, die Wahrheit ist das oft.

Weitere Tagebucheinträge und Erinnerungen sind auf späteren Stufen verfügbar.

Blaue Glyphen

Felix Richter neben einer blauen Glyphe

Blaue Glyphen erscheinen wenn der Spieler im Archiv eine Herausforderung ausgewählt hat. Sie erscheinen als blaue Kristall in der Spielwelt, wenn der Spieler sich in unmittelbarer Nähe befindet, vorher sind sie unsichtbar. Ein Überlebender kann mit einer b,lauen Glyphe interagieren indem er mit dieser kommuniziert, was 3 Sekunden dauert und den Statuseffekt Ahnungslos oder Erblindung auslöst, wodurch die Glyphe dann verschwindet. Der Killer interagiert mit der Glyphe 1,5 Sekunden.

Kurzfilme

Bill Overbeck: Der lange Heimweg Adiris: Die Jungfernwächterin

Belohnungen

Durch das Abschließen der entsprechenden Aufgaben der vier Stufen im Foliant erhält der Spieler folgende Glücksbringer:

Bild Name Beschreibung Stufe
DR 001.png Bau des Beobachters Ein altes, unordentliches Zimmer, das nach Verzweiflung stinkt. STUFE I

Trailer

Folianten aus dem Archiv
Foliant I - Das Erwachen Foliant II - Abrechnung Foliant III - Eskalation Foliant IV - Verurteilung Foliant V - Entfesselt Foliant VI - Abweichung
Foliant VII - Verlassen