Foliant I - Das Erwachen

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Foliant I - Das Erwachen ist der Foliant zum ersten Spalt in Dead by Daylight welcher am 30. Oktober 2019 veröffentlicht wurde.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Charaktere dieses Folianten sind Claudette Morel, Evan MacMillan aka Der Fallensteller und Talbot Grimes aka Die Fäule.

Tagebucheinträge und Erinnerungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alchemist: Der Hunger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ERINNERUNG 1746[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Er bewegt sich durch den Tod und durch den Verfall der Leere. Seinen Namen hat er vergessen. Alles ist verblasst. In seinem Bauch spürt er Schmerzen. Und in seinen Armen. In seinen Adern. Er muss ... Er muss eine dieser ... Blumen finden ... Den Nektar ... Dieses süße Serum, das ihm ... Kraft verleiht. Doch wofür? Er kann sich daran erinnern, dass er ... an den Killern ... Experimente durchgeführt hat. Warum? Warum hat er Experimente an ihnen durchgeführt? Er kann sich nicht ... erinnern. Er hat viel Leid verursacht, empfindet jedoch keine Reue. Er weiß nicht einmal, ob er überhaupt Reue empfinden müsste. Er empfindet gar nichts, außer diesem Schmerz in seiner Magengrube, diesem Verlangen nach Macht.

ERINNERUNG 1747[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Kurze Erinnerungen an den Doktor blitzen auf. Seine Schreie. Seine Qualen. Wie er den Spieß umdrehte. Wie er mit ihm experimentierte, wie er es zuvor schon mit so vielen anderen getan hatte. Wo? Nicht hier. Irgendwo anders. In einer anderen Welt. All diese ... diese ... Überlebenden ... die aus anderen ... Welten ... stammen. Woher weiß er das? Er kann sich nicht erinnern ... Er erinnert sich nur an die Experimente. Was wollte er untersuchen? Den Nektar? Das Serum? Die richtige Dosis? Die richtige Dosis, die nötig ist ... um sich nicht selbst zu schädigen. Zu spät.

ERINNERUNG 1748[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Er spürt den Hunger. Nicht nach Essen oder Trinken. Nicht nach Gesprächen oder Spaß. Eine einzige Blume. Für Serum. Er weiß, dass der Entitus ihn beobachtet. Er weiß es einfach. Er spürt es in seinen Knochen. Er will nicht für eine weitere Prüfung erwischt werden. Um Qualen zu erleiden oder zu verursachen. Und wofür? Das ist das große und schreckliche Geheimnis von alldem. Er will diesen Ort verstehen. Oh, ja. Er spürt aber, dass dieses Wissen ihn ... in den Wahnsinn treiben würde. Wahnsinn. Das ist dieser Ort. Die Verkörperung des Wahnsinns. Er will nicht in eine weitere Prüfung gezerrt werden. Er will zurück nach Hause. Er muss nach Hause zurückkehren. Deshalb hat er das Serum untersucht. Es hat ihm Einsichten gebracht. Einsichten in was? Er kann sich nicht erinnern.

ERINNERUNG 1749[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Sein Zuhause ... Er kann sich nicht einmal erinnern, wo sein Zuhause ist. Er kann sich nur an die Leere erinnern. Hunderte, vielleicht Tausende entledigte Überlebende. Nicht tot. Nicht lebendig. Irgendetwas anderes. Lebendig, aber innerlich tot. Ausgebrannt. Gefühllos. Nutzlos für den Entitus. Er erinnert sich ... Er erinnert sich, aus der Leere aufgestiegen zu sein, um ... eine Blume ... zu finden. War diese Blume seine Rettung? War die Blume sein Ausweg? Er fällt auf die Knie und brüllt in den Abgrund, doch der Abgrund antwortet mit ... Stille. Diese Stille ist betäubend, sie schmerzt. Er bricht zusammen. Kämpft sich auf die Knie. Er braucht ... Serum ...

ERINNERUNG 1750[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Er hat sich verirrt. Er weiß nicht, wo er ist. Er sieht Dinge wie Tentakel, die aus dem Nebel nach ihm greifen, und er weiß, dass sie nicht real sind. Nichts davon ist real. Er verliert den Verstand, wenn er ihn nicht bereits verloren hat. Seine Augen spielen ihm Streiche. Er sieht riesige, namenlose Kreaturen, die über ihm lauern. Egal. Sie sind nicht real. Nichts davon ist real. Sein Hunger verwirrt ihn. Unterdrückt ihn. Er würde alles tun, um dieses Gefühl erneut zu haben. Alles. Er würde sogar ... in die Prüfungen zurückkehren. Oh, ja. Er würde Überlebenden und Killern die Glieder abreißen, um dieses Gefühl erneut zu empfinden. Er fängt an, Worte zu murmeln. Ein Versprechen ... Eine Blume ... Eine Blume ... und ich werde alles tun ...

Claudette Morel: Claudettes 8. Geburtstag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ERINNERUNG 1087[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette ist sieben Jahre alt und fühlt sich einsam. Sehr einsam. Ja, ihre Eltern lieben sie. Ja, sie wollen ihr die Welt zu Füßen legen. Aber die Welt will sie nicht. Zumindest glaubt Claudette das. Sie will sich nur einfügen. In die Schule. Bei ihren Cousinen. Bei ihren Mannschaftskameraden auf dem Fußballfeld. Aber um sich einzufügen, genügt es nicht, so zu sein wie die anderen. Sie ist anders und sie weiß es. Sie kommt sich langsam vor. Unempfänglich. Nicht schnell genug, um ihre Lehrerin zu verstehen oder mit der Klasse mitzukommen. Die Bibliothekarin meint, sie habe Stroh im Kopf. Wenn sie spricht, dann stottert sie. Manchmal gerät sie völlig außer Atem und merkt nicht, wenn sie zu laut redet. Das Schlimmste ist aber, dass ihre Lehrerin sie bloßstellt. Sie sagt, sie schwebe dauernd in den Wolken. „Komm raus aus den Wolken, Claudette!“ Aber sie kann nichts daran ändern. Sie erkundet gewaltige Gärten und farbenfrohe Insekten in seltsamen neuen Welten.

ERINNERUNG 1088[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette empfindet Dinge intensiver als andere. Viel intensiver. Wie zum Beispiel die Scham, wenn sie nicht zu Geburtstagsfeiern eingeladen wird. Zu keiner einzigen. Tagtäglich fragen ihre Eltern sie, mit wem sie mittags gespielt hat, und tagtäglich senkt sie ihr Kinn und sagt ihnen, dass sie nicht reden möchte. Ihre Eltern fragen ihre Lehrerin, und ihre Lehrerin erzählt ihnen, dass sie lieber alleine spielt. Eigentlich spielt sie gar nicht. Vielmehr sammelt und beobachtet sie Dinge. Blumen. Gräser. Käfer. Würmer. Steine. Manche Kinder sind einfach Einzelgänger. Tagtäglich fragen ihre Eltern sie nach ihren Freundinnen, und tagtäglich kommt die Scham erneut. Sie wollen, dass sie Freundinnen hat. Und außerdem wollen sie eine Liste mit Namen für ihre Geburtstagsfeier. Aber sie hat keine Liste mit Namen. Sie wüsste nicht einmal einen einzigen Namen.

ERINNERUNG 1089[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette beobachtet einen Käfer, während ihre Klassenkameraden sich über den Schulhof jagen. Sie möchte spielen, aber niemand möchte in ihrer Nähe sein. Sie will nicht darüber nachdenken. Darüber nachzudenken tut weh. Darüber nachzudenken erinnert sie daran, dass sie ihre Mutter wieder enttäuschen wird. Ihre Mutter will nur, dass sie eine Freundin hat. Es ist aber nicht leicht, Freundschaften zu schließen. Nicht für Claudette. Und mehr als alles andere wünscht sie sich, dass es für sie ebenso einfach wäre wie für die anderen. Sie wünscht sich, dass sie eine Freundin hätte, damit ihre Eltern sich weniger Sorgen machen müssten. Vielleicht wären sie sogar stolz. Vielleicht sollte sie ihre Leidenschaft für Käfer und Blumen aufgeben. Vielleicht würde das helfen. Vielleicht wäre sie dann wie die anderen Kinder. Aber der Drang, zu erkunden und zu sammeln ist stark. Es ist nicht nur ein Gefühl. Er ist ein Teil von ihr.

ERINNERUNG 1090[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette liebt es, Dinge zu sammeln, und sie weiß, dass dies auch der Grund ist, warum so viele sie seltsam finden. Ihr Vater sagt ihr, dass sie perfekt ist, so wie sie ist. Er erzählt ihr, dass ein Mann namens Darwin früher ebenfalls Käfer und Pflanzen sammelte. Er hatte – genau wie sie – eine große Vorstellungskraft. Er dachte viel über Ideen und Theorien nach, und er stellte sogar eine ganz dicke Theorie auf! Ihr Vater erklärt ihr die Theorie, und sie versteht sie. Ihr Vater hat eine Art, komplizierte Ideen leicht verständlich darzustellen. Darwin. Claudette mag den Namen. Sie lächelt. Sie blickt ihren blaugrünen Lieblingskäfer an und nennt ihn ... Darwin ...

ERINNERUNG 1091[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudettes Mutter weint. Sie ist aufgebracht, weil Claudette in der Schule Probleme hat. Ihre Noten sind schlechter als je zuvor. Sie versteht nicht, was sie als Elternteil falsch macht. Ihr Vater sagt, sie mache nichts falsch. Er sagt, Claudette sei anders gepolt, und das sei okay. Ihre Mutter will, dass sie aufhört, Pflanzen und Käfer zu sammeln. Ihr Vater sagt, dass dies das Beste an ihr sei und dass er kein Kind braucht, das in irgendein Schema passt. Er verteidigt sie geradewegs. Er sagt ihrer Mutter, dass die größten Geschenke, die unsere Welt erhalten hat, von jenen kamen, die nicht angepasst waren. Die nicht normal waren. Die nicht in ein veraltetes Schema passten. Tolstoi. Tesla. Einstein. Shakespeare. Ihrer Mutter ist das egal. Ein plötzlicher Aufschrei entweicht ihren Lippen. „Ich will nicht, dass sie das Jahr wiederholt.

ERINNERUNG 1092[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette versteckt sich unter der Decke und gibt vor, zu schlafen. Gibt vor, dass sie die Rufe nicht hört. Ihre Mutter will, dass sie spezielle Hilfe in Anspruch nimmt, aber ihr Vater will sie nicht ausgrenzen. Er hat recht. Claudette möchte nicht, dass die anderen Kinder wissen, dass sie spezielle Hilfe braucht. Sie würden sie auslachen. Sie wird schon klarkommen. Sie verspricht es. Ihre neue Vertretungslehrerin, Mrs. Cahil, hilft ihr. Viel mehr als die andere Lehrerin, die immer sagte, sie würde in den Wolken schweben. Ihr Vater sagt, dass Stress das Allerschlimmste für die Entwicklung eines Kindes sei. Lasst sie in Ruhe! Lasst sie doch in ihrem eigenen Tempo wachsen! Stress lässt das Gehirn schrumpfen. Zerstört das Selbstvertrauen. Tötet die Kreativität. Er will nicht, dass sie in der Mittagszeit lernen muss. Die ist fürs Wachstum vorbehalten. Echtes Wachstum. Wachstum, das nicht vom Prüfungsdruck und der Angst vor Fehlern behindert wird.

ERINNERUNG 1093[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudettes Mutter ist glücklich, weil ihre Noten wieder besser werden. Eine einzelne Lehrerin kann einen Unterschied ausmachen. Kann alles anders machen. Insbesondere diese Lehrerin, Mrs. Cahil. Andere Kinder nennen sie seltsam und merkwürdig. Aber Mrs. Cahil ist nicht merkwürdig. Sie versteht einfach. Sie begreift es, denn als Schülerin hatte sie es selbst schwer, zu lernen. Deshalb gibt sie sich besonders viel Mühe, um Claudette zu helfen. Um ihr zu helfen, das zu verstehen, was sie im Unterricht erklärt, ohne sie auszugrenzen.

ERINNERUNG 1094[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette ist glücklich, weil ihre neue Lehrerin ihr hilft. Sie hilft ihr wirklich. Jeden Tag lernt sie neue Dinge. Mehr als Fakten und Vokabeln. Sie lernt, wie man lernt. Oder vielmehr lernt sie, wie sie ganz persönlich lernen kann, und das ist der Schlüssel zu allem. Aber ihre Lehrerin macht auch etwas anderes. Ihre Lehrerin spricht mit ihr. Sie spricht mit ihr über ihr „Problem“ und darüber, dass ihr „Problem“ in Wirklichkeit ein versteckter Segen ist, wenn sie nur lernt, in einem System erfolgreich zu sein, das eine Art von „Klugheit“ über alle anderen Arten stellt. Ein System, in dem Risikobereitschaft und der Mut, Fehler zu begehen, nicht akzeptiert werden. Obwohl man aber genau das braucht, um lernen zu können. Um wirklich zu lernen. Ihre Lehrerin sagt ihr, dass sie Leidenschaft besitzt, und dass Leidenschaft alles ist.

ERINNERUNG 1095[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette weiß, dass sie nicht wie die anderen Kinder ist, und dass sie es auch nicht sein muss. Dinge wie „ins Schema passen“ und „ideale Schülerin“ gelten für sie nicht, und das ist okay. Die ideale Gussform ist ein Gefängnis für jene, die anders gepolt sind, und ihre Lehrerin hat sie daraus befreit. Ihre Noten werden besser, und eine Klassenarbeit steht an. Sie schreibt, visualisiert und stellt sich alles vor, was sie braucht, um sich zu erinnern. Und irgendwie funktioniert das. Die richtige Lehrerin zur richtigen Zeit kann den Unterschied ausmachen.

Ihre Eltern sind stolz. Sehr stolz. Trotzdem wünscht sich ihre Mutter weiterhin, sie hätte Freundinnen. Trotzdem wünscht sich ihre Mutter weiterhin, sie würde das mögen, was die anderen Mädchen mögen. Ihre Eltern diskutieren in einem anderen Zimmer darüber, was sie ihr zum Geburtstag schenken sollen. Ihre Mutter möchte ihr eine neue Puppe kaufen. Ihr Vater findet, es sollte eher etwas sein, das mit Käfern, Pflanzen und Bakterien zu tun hat. Der Vorschlag verärgert ihre Mutter. Ihr Vater verteidigt sie. „Betrachte sie als das Mädchen, das sie ist, und nicht als jenes, von dem du möchtest, dass sie es wäre!“

Ihre Mutter wird still. Plötzlich weint sie und sagt, dass sie nicht möchte, dass Claudette in der Schule von anderen gehänselt wird, so wie sie selbst während ihrer gesamten Schulzeit gehänselt wurde. Claudettes Augen weiten sich. Zum ersten Mal in ihrem Leben ... begreift sie ... dass ihre Mutter auch anders gepolt ist.

ERINNERUNG 1096[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Claudette wird morgen acht Jahre alt. Sie sollte sich darauf freuen. Sie sollte aufgeregt sein. Sie sollte die Stunden zählen, die Minuten, die Sekunden ... Aber es ist ganz anders. Sie fürchtet den Moment, in dem sie ihr Geschenk öffnen muss. Jedes Jahr dasselbe. Puppen. Strickzeug. Schmuck. Nichts, was ihr irgendwas bedeutet. Vielleicht wird sie dieses Jahr lächeln und so tun, als ob sie sich keine Lupe oder Steinsammlung oder Botanikbücher gewünscht hätte. Vielleicht ... wird sie ihren Eltern etwas vorspielen ... damit alles einfacher wird. Vielleicht würde ihre Mutter dann weniger Angst um sie haben. Es hatte sich gut angefühlt, zu sehen, wie glücklich sie über die Noten war. Wirklich gut.

Evan MacMillan: Blut und Mut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ERINNERUNG 1235[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evan ist vierzehn Jahre alt und weiß etwas, das sein Vater nicht weiß. Er findet diesen Gedanken sehr spannend. Er fasziniert ihn. Macht ihm Angst. Es gibt etwas, das sein Vater nicht weiß. Etwas, das der Besitzer einer der profitabelsten Minen in ganz Seattle nicht weiß. Sein Vater führt seine Arbeiter mit eiserner Faust. Nein. Nicht mit eiserner Faust. Mit einem Schlagring. Er nennt sie Maden. Kriechende Maden. Er steht kurz davor, herauszufinden, dass er falsch liegt. Sie sind mehr als Maden. Viel mehr. Sie sind Männer. Und Männer, die zusammenarbeiten, können Veränderungen bewirken. Einer dieser Männer bringt die anderen dazu, sich ihr Leben zurückzuerobern. Wenn sie zusammenhalten, können sie vielleicht – nur vielleicht – die Gewerkschaft ins Spiel bringen. Mit der Gewerkschaft werden sie Rechte haben. Mehr als Rechte. Sie werden Würde haben. Freiheit. Zeit. Zeit, die sie mit ihren Freunden verbringen können. Zeit, die sie mit ihrer Familie verbringen können. Zeit, Mensch zu sein. Evan weiß etwas, das sein Vater nicht weiß ... und er spürt die Macht, die sich daraus ergibt.

ERINNERUNG 1236[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evans Vater schleudert ihn zu Boden. Bezeichnet ihn als schwach. Sagt ihm, dass er aufhören soll, so nett zu den Maden zu sein. Aufhören soll, mit ihnen zu sprechen. Aufhören soll, ihnen zu helfen. Er soll sie auf Linie halten. Ihren Willen brechen. Ihnen zeigen, wer der Boss ist. „Wenn du ihnen den kleinen Finger reichst, greifen sie nach der ganzen Hand. Sie benutzen dich nur!“ Evan weiß genau, dass er darauf besser nichts entgegnet. Letztes Jahr, als er Schwäche zeigte, hatte ihm sein Vater einen Haken verpasst und ihm den Kiefer gebrochen. Dieses Jahr möchte er das Abendessen nicht wieder durch einen Strohhalm zu sich nehmen. Dieses Jahr hält er sich zurück. Beißt sich auf die Zunge. Er möchte seinem Vater von der Gewerkschaft erzählen. Tut es aber nicht. Er schämt sich. Ist hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu seinem Vater und seinen Freunden. Bob. Tom. Jim. Sie haben mehr verdient.

ERINNERUNG 1237[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evan schafft gerne Dinge aus nichts. Er ist kein Künstler, zeichnet aber gerne und versteckt seine Zeichnungen vor seinem Vater. Sein Vater verbietet das Zeichnen. Zeichnen ist etwas für Schwächlinge. Vagabunden. Zigeuner. Er will, dass Evan angemessene Dinge macht. Er schleift Evan zu seiner profitabelsten Mine mit. Er bringt ihm bei, wie man mit den Maden umspringt. Er wird dabei handgreiflich. Sehr handgreiflich. Ausfällig. Gewalttätig. Brutal. Der Schlüssel ist ... ihren Willen zu brechen. Ihren Geist zu brechen. Ein gebrochener Mensch ist ein Werkzeug, das für alles eingesetzt werden kann. Gebrochen. Genau das hat er auch Evans Mutter angetan. Er tut es Evan an. Aber ... Evan zeichnet noch immer. Zeichnen ist sein Ungehorsam.

ERINNERUNG 1238[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evan sieht zu, wie sein Vater einen seiner Arbeiter anschreit. Er ist krank. Er möchte nach Hause. Aber er darf nicht. Wenn er geht ... verliert er seinen Job. Evan hat Mitgefühl mit dem Mann. Wünschte, er könnte etwas für ihn tun. Er möchte ihm sagen, dass sich etwas ändern wird. Dass die Gewerkschaft kommt. Dass die Gewerkschaft kommt und gute Löhne und faire Arbeitszeiten durchsetzt. Aber die Lungen des Mannes sind schwarz, sein Magen ist zerfressen. Zu viel Stress. Zu viel Säure. Nicht genug Schlaf. Er bricht zusammen. Seinem Vater ist das egal. Tritt ihm in die Magengrube. Sagt Evan, dass er ihn aus der Mine herausziehen soll. Evan zieht ihn heraus. Einen Augenblick lang ist er von der Schwäche des Mannes angeekelt und will ... diese ... Made von ihrem Elend befreien. Er wird zu seinem Vater, und er ist nicht sicher, ob das etwas Schlechtes ist.

ERINNERUNG 1239[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evans Vater zwingt ihn dazu, in einem dunklen Wald eine Bärenfalle aufzustellen. Sein Vater ist ganz besessen davon, Bären zu jagen. Das war er schon immer und das wird er immer sein. Er erzählt ihm die Geschichte. Immer dieselbe Geschichte. Er will sie nicht hören, muss aber. Sein Vater war mit seinem Bruder auf der Jagd, als sie auf einen Grizzlybären trafen. Der Bär riss Evans Onkel einen Arm ab und biss in seinen Kopf. Evans Vater sprang auf den Rücken des Grizzlybären. Stach endlos auf ihn ein. Tötete den Bären. Riss seinen Magen auf, um den Kopf seines Bruders herauszuholen. Trug den verstümmelten Körper seines Bruders zehn Meilen bis zum Grundstück ihrer Familie. Dieses Mal sind es zehn Meilen. Letztes Mal waren es fünf. Sein Vater grinst. Die Geschichte verändert sich mit jeder Erzählung. Manchmal fragt Evan sich, ob es überhaupt einen Bären gegeben hat.

ERINNERUNG 1240[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evan fühlt sich auf eine nie zuvor gekannte Weise inspiriert. Wild zeichnet er seinen Vater in einem Bärenkostüm, während er seinen Onkel umbringt. Er hat seinen Onkel nie getroffen, aber er hat Bilder gesehen. Sein Onkel war ein Philanthrop. Sentimental. Untreu. Er hätte das Geschäft mit ordentlichen Löhnen und diesem ganzen Sozialistenmist in den Ruin getrieben. Deshalb musste er verschwinden. Evan hat zwar keinen Beweis, ist sich aber sicher. Tief in seinem Inneren weiß er, dass sein Vater seinen Onkel ermordet hat. Ihn gefesselt hat. Ihn dem Bären überlassen hat. Es gab kein Messer. Keinen Kampf. Keine Ehre. Nur einen schrecklichen Tod für einen untreuen Wurm. Evan vermutet all das, und doch ... fühlt er sich nicht angewidert oder schämt sich deswegen. Er empfindet etwas anderes. Etwas, das er gar nicht empfinden möchte. Etwas ... das er sich selbst nicht eingestehen will.

ERINNERUNG 1241[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evan ist über das Bett seines Vaters gebeugt und sieht ihm beim Schlafen zu. Er hasst und liebt ihn zugleich. Manchmal fragt er sich, wie das Leben ohne ihn wäre. Er schuldet ihm so viel, und doch fühlt er sich elend und einsam. Er hebt einen schweren grauen Stein hoch und hält ihn eine lange Minute lang über seinem Kopf. Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an. Er könnte frei sein. Wirklich frei. Aber er kann nicht. Nicht so. Er könnte sich auch auf andere Weise befreien. Unfälle passieren nun mal. Jagdunfälle. Bergbau-Unfälle. Er könnte ihn in die Tiefen seiner Mine locken und eine Stange Dynamit zünden. Er hätte keine Überlebenschance. Doch trotz allem kann Evan das nicht. Seine Liebe überwiegt seinen Hass. Er schuldet ihm zu viel.

ERINNERUNG 1242[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evan zeichnet seinen Vater in einem Bärenkostüm, während er gerade seine Mutter ertränkt. Die Geschichte seines Vaters hat er nie geglaubt. Irgendwas daran fühlte sich falsch an. Seine Augen. Sein Grinsen. Sein Mangel an Mitgefühl. Eine Strömung hatte sie erwischt, und sie wurde nie wiedergesehen. Seine Mutter ... Sie war wunderschön. Blondes Haar. Blaue Augen. Voller Leidenschaft. Genau das Gegenteil von ihm. Sie ging nicht einfach nur eines Tages zum Schwimmen und kehrte nie zurück. Sie war ihm in die Quere gekommen, und niemand durfte ihm in die Quere kommen. Nicht einmal ein Mitglied der Familie. Vor allem kein Mitglied der Familie.

Gehorsam oder Tod. Evan ist den Gehorsam leid. Ja, er ist loyal gegenüber seinem Vater, aber er ist auch gegenüber seinen Freunden loyal. Sie sprechen mit ihm. Ermutigen ihn. Finden, dass er ein großer Künstler ist. Er hat Freunde. Er hatte niemals zuvor einen Freund gehabt. Sein Vater hatte es nicht erlaubt. „Zeitverschwendung. Die nutzen dich nur aus.“ Ja, er ist seinem Vater gegenüber loyal, aber auch seinen Freunden gegenüber. Sie haben Besseres verdient.

ERINNERUNG 1243[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evans Vater blickt ihn über den Esstisch hinweg an. Er weiß Bescheid. Vielleicht auch nicht, aber er spürt, dass etwas nicht stimmt. Er hat diesen Blick. Diesen Blick, der Evan sagt, dass er dran ist. Er kaut auf einem fettigen Stück Kaninchen und hofft, dass sein Vater nichts sagt. Er hätte ihm besser nichts verheimlicht. Sein Vater weiß Bescheid. Er weiß immer Bescheid. Letztes Jahr hatte Evan die Fassung verloren, als ein Mann etwas über seine Mutter gesagt hatte. Er hätte den Mann mit einem Kantholz fast zu Tode geprügelt, während sein Vater zusah und lachte. Beamten zogen Evan dann weg. Sein Vater hatte ihn angelächelt und gewusst, was Evan sich nicht eingestehen wollte: Er hatte es genossen, den Mann zu verprügeln. Nicht wegen der Beleidigung. Nicht, weil er sich bedroht gefühlt hatte. Sondern weil er ... sich mächtig fühlte ... Sein Vater hatte gelächelt. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, hm?“

ERINNERUNG 1244[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Evan findet seine Zeichnungen in Stücke gerissen vor. Er setzt die Stücke zusammen. Alle Zeichnungen sind vollständig vorhanden, bis auf eine. Das Bild seiner ertrinkenden Mutter fehlt. Sein Vater betritt den Raum. Verzweiflung und Furcht überwältigen ihn. Er wartet auf den Schlag, der nicht kommt. Stattdessen sagt sein Vater ihm, dass er Instinkt besitze, und dass Instinkt alles sei. Er sagt ihm, dass er den Instinkt von seiner Linie der Familie geerbt habe. Derselbe Instinkt, der ihm gesagt hatte, dass Evan etwas vor ihm verbarg.

„Tu nicht so. Ich weiß es. Ein paar deiner Madenfreunde haben dich für ein paar Dollar verkauft.“ Evan setzt zu seiner Antwort an, sagt aber nichts. Er kann nichts sagen. Die Worte sind ihm im Hals stecken geblieben. Er entschuldigt sich. Sein Vater sagt nichts. Geht davon. Evan folgt ihm in sein Schlafzimmer, wo er es sieht ... Das Bild seiner sterbenden Mutter ... Über dem Bett, eingerahmt. Sein Vater sagt Evan, dass er morgen eine Lektion lernen wird. Eine, von der er hofft, dass er sie versteht. Evan starrt seinen Vater an und empfindet ... Hass ... Hass auf die Maden, die ihn verraten haben. Und für seinen Vater empfindet er ... Respekt ... Nein ... keinen Respekt ... Bewunderung.

Der Entitus: LOGS 01, 54, 142, 557, 731[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ARCUS 01[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Ich würde ja gerne ganz am Anfang beginnen, weiß aber nicht, wann das war oder wie lange es her ist, dass ich in dieses Gefängnis verbannt wurde. Ich weiß nur, dass ich das Innenleben dieses Entitus beobachtet und untersucht habe, was wie eine ... nun ... Besessenheit war. Wie ironisch, dass ich dazu verurteilt wurde, den Rest meines Lebens mit dem zu verbringen, was ich früher vernichten wollte. Eine Besessenheit, die zum Gefängnis wurde ... Wie alle Fälle von Besessenheit, nehme ich an.

ARCUS 54[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Atmosphäre der Reiche ist, gelinde gesagt, finster und trostlos, aber auch ... stetigem Wandel unterworfen. Ich habe bereits angemerkt, dass die Atmosphäre dunstig, zeitweise sogar nebelig ist, und dass dieser Nebel lebendig wirkt. Er scheint Wirbel und Ströme von Erinnerungen oder Abdrücke von Wesen aus mehreren Terra-Welten zu enthalten. Es ist, als ob der Entitus auf seiner endlosen Reise durch den Kosmos jegliche psychische Energie sowie alle Gedanken von den Wesen, die er unterwirft, aufsaugt. Ich habe das Auris benutzt, um den schwarzen Nebel zu untersuchen, und habe dabei drei Beobachtungen gemacht, die von unschätzbarem Wert sind, um meinen Weg nach Hause zu finden. Zunächst einmal ist der Nebel reich an Aurapartikeln, was mich zu der Annahme führt, dass diese Dimension weniger materiell ist und dafür mehr auf Bewusstsein basiert. Zweitens sollte ich in der Lage sein, alles zu manifestieren, das ich mit Techniken, die in meiner Familie weitergereicht wurden, aus den Spalten im Nebel zerren kann. Drittens ... ist der Entitus viel älter als wir zu Hause jemals vermutet hätten. Die meisten unserer Theorien und Vermutungen waren schlichtweg falsch. Das reichhaltige Vorkommen von Aurapartikeln und -zellen legt die Annahme nahe, dass er einer der Ursprünglichen ist, ein Uralter.

ARCUS 142[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Entitus ist die kosmische Verkörperung des Bösen. Zu Hause haben wir damals gesehen, wie seine bloße Gegenwart ganze Welten umkehren kann ... wie er jeglichen Sinn für Empathie oder Leidenschaften innerhalb von Gesellschaften entfernen oder auslöschen kann ... wie er die Leute an den Rand des Wahnsinns und ... nun ja ... letztlich hinein treibt. Inzwischen habe ich begriffen, dass er all die tut, um seine Opfer ihres Lebens zu berauben und sie endlosen Prüfungen des Schreckens zu unterziehen. Vermutlich braucht er das, um selbst zu überleben. Und darin liegt vielleicht der Schlüssel zu seiner Vernichtung – sofern ein Uralter überhaupt vernichtet werden kann. Ein Ende der Prüfungen. Ihm die Möglichkeit nehmen, seinen Opfern dunklen Nektar zu entziehen wie ein grausamer Parasit, der sich von einer Blume ernährt. Zumindest geben die Archive mir ein besseres Verständnis des Entitus. Warum er sich von Universum zu Universum bewegt, sich Opfer greift und Welten verschlingt wie an einem kosmischen Büfett. Was ich noch herausfinden muss, ist, ob er von Welten angezogen wird, in denen Finsternis und Wahnsinn herrschen, oder ob er selbst der Auslöser für Finsternis und Wahnsinn ist.

ARCUS 557[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Alle Ebenen der Existenz sind eine einmalige Mischung aus Aurapartikeln des Bewusstseins und Materiepartikeln. Der Entitus besteht mit großer Sicherheit fast nur aus reinem Bewusstsein ... Seine Existenz beobachten können wir nur durch den Fakt, dass die materielle Welt auf Bewusstsein reagiert und sich dadurch verändert. Kollektives Bewusstsein ist der Schlüssel. Der Körper, das Zuhause, die Prüfungen: All das ist ein Ausdruck des unbewussten Bedürfnisses des Entitus nach Furcht und Schrecken. Es lässt sich eindeutig feststellen, dass die Exemplare, die sich der Entitus ausgesucht hat, alle aus Welten kamen, die es nicht geschafft haben, die metaphysische Beziehung zwischen ihren Gedanken und der Welt, in der sie leben, zu verstehen. Das ist kein Zufall. In meinen Augen ist das ein Selbstschutz. Opfer, die um diese Wahrheit wissen und Fähigkeiten zum Manifestieren ausgebildet haben, könnten für den Entitus pures Gift sein. Das führt mich zu der Annahme, dass der Entitus von dunklen Welten angezogen wird, weil Dunkelheit und Chaos klare Indikatoren dafür sind, dass ihre Bewohner nicht in der Lage waren, die Verbindung zwischen dem kollektiven Bewusstsein und dem Wohlergehen ihrer Welt zu verstehen. Meine Schlussfolgerung ist somit, dass der Entitus sich an Unwissenheit labt.

ARCUS 731[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Es ist schwer zu sagen, wann ein Tag endet und ein weiterer beginnt. Der Turm und die Bibliothek helfen mir, damit klarzukommen, aber es ist schwierig, meine Lage auch nur einen Moment lang zu vergessen, wenn ich weiß, dass alles eine Lüge ist. Ich habe Zugriff auf alles, was ich will, und doch habe ich gar nichts. Die Überlebenden werden weiterhin den Prüfungen mit den brutalsten Killern unterzogen. Ich durchsuche den Nebel weiterhin nach den Erinnerungen jener, die flüchten konnten. Manchmal erscheint das wie eine zwecklose Suche. Doch andererseits ... habe ich Zeit. Viel Zeit.

Enthüllungen: LOGS 1513, 1672, 4902[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ARCUS 1513[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Ich habe das Auris benutzt, um die Erinnerungen einer unbekannten Überlebenden zu untersuchen. Sie stammt aus einer Welt, in der ein Kult für den Entitus existiert, wenn ich es richtig verstehe. Das ist keine Überraschung und auch nicht das erste Mal, dass ich so etwas sehe, aber die Erinnerungen lassen mich annehmen, dass sie eine Art Ermittlerin war, die ein Kultopfer zu verhindern versucht hat, bevor sie in die Prüfungen geholt wurde. Ich bin nicht sicher, was mit ihr geschehen ist. Ich werde den Nebel untersuchen müssen, um mehr herauszufinden.

ARCUS 1672[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Ich habe Abdrücke einer Killerin herausgesucht, die ich noch beobachten muss. Aufgrund der Art der Verbrechen nehme ich an, dass diese Übeltäterin von „Terra Dark“ stammt. Sie hat Männer mit Liebesversprechen angelockt, sie ihrer Ersparnisse beraubt und sie an ihre Schweine verfüttert. Entzückend. Effektiv. Und erfinderisch. Die Eindrücke der Erinnerung sind wie folgt ...

... Er steht mit Blumen im Türrahmen. Ein stupides Lächeln auf seinem dummen Gesicht. Er hat keine Ahnung, dass seine Tage gezählt sind. Die einsame Seele hat die Reise angetreten, um eine Frau zu finden. Er glaubt, dass er für einen Ring alles bekommt. Ihr Land. Ihre Farm. Ihre Ersparnisse. Da wird nichts draus. Das wird nicht nach Plan verlaufen. Jedenfalls nicht nach seinem Plan. Wie bei allen anderen einsamen Seelen, die auf ihre Kleinanzeige geantwortet haben. Sie blickt ihm in die Augen und ist von seiner Ahnungslosigkeit begeistert. Sein langes, dummes Gesicht. Sein falscher Glaube an seine Überlegenheit. Er hat ihr ein Gedicht geschrieben. Wie süß. Sie wird es ihm in den Rachen stopfen, sobald er sich auf dem Boden windet. Sie nimmt sein Gedicht und fragt ihn nach seinem Geld. Er hat es bei sich. Hat seine Ersparnisse in eine Tasche gepackt und die Reise für einen Neuanfang angetreten. Er wird mehr bekommen, als er sich ausgerechnet hat. Viel mehr. Sein Geld wandert auf die Bank. Seine Leiche zu den Schweinen.

ARCUS 4902[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Das Leben in diesem Gefängnis ist kein Leben, und der Tod ist keine Zuflucht. Er ist lediglich der Anfang einer neuen Prüfung, und die meisten Überlebenden sind sich bewusst, dass sie in etwas gefangen sind, das sie nie verstehen werden. Warum das alles geschieht, erschließt sich mir nicht mehr. Die Wahrheit ist ... dass ich nicht mehr weiß, was ich glauben soll ... Der Entitus ist ... nicht, was er ist ... oder nicht das, wofür ich ihn hielt ...

Kurzfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alchemist: Der Hunger Claudette Morel: Claudettes 8. Geburtstag Evan MacMillan: Blut und Mut Der Entitus: LOGS 01, 54, 142, 557, 731

Belohnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Abschließen der entsprechenden Aufgaben der vier Stufen im Foliant erhält der Spieler folgende Glücksbringer:

Bild Name Beschreibung Stufe
RW 001.png Inneres Auge Eine geheimnisvolle Frequenz weckt das innere Auge jener, die auf der Suche nach der Wahrheit sind. STUFE I
RW 002.png Fundierte Erkentnnisse Je mehr du siehst, desto mehr lernst du. STUFE II
RW 003.png Ätherische Vision Ein stärkerer Fokus für jene, die tiefer gehen als die meisten. STUFE III
RW 004.png Aurasicht Das Öffnen der Tore des Bewusstseins bietet eine Wahrnehmung, die über das Gewöhnliche hinausreicht. STUFE IV
Folianten aus dem Archiv
Foliant I - Das Erwachen Foliant II - Abrechnung Foliant III - Eskalation Foliant IV - Verurteilung Foliant V - Entfesselt Foliant VI - Abweichung