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Foliant 5 - Entfesselt is der Foliant zum fünten Spalt in Dead by Daylight welcher am 21. Oktober 2020 veröffentlicht wurde.


Überblick[ | ]

Die Charaktere dieses Folianten sind Nea Karlsson, Talbot Grimes aka Die Fäule sowie Max Thompson Jr. aka Der Hinterwäldler.

Tagebucheinträge und Erinnerungen[ | ]

Die heilige Fäule[ | ]

1. DIE NACHT[ | ]

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Es ist unmöglich, die furchtbaren Szenen zu beschreiben, die ich erlebt habe ... Tod und Elend herrschen hier in allen Formen des Schreckens.

Ich weiß nicht einmal mehr, wie ich hierhergekommen bin. Alles, woran ich mich erinnern kann, ist dieser milchige Opiumqualm in der finsteren Höhle, der mit einem süßen, willkommenen Abgrund lockte.

Ich wurde in dieser endlosen Nacht durch furchtbare Schreie geweckt – am Fuß eines alten Baums, der übelriechende Flüssigkeiten absonderte. Ich weiß nicht, wie ich diese armen Seelen erreichen soll. Ich will es auch gar nicht wissen. Dies aufzuzeichnen ist alles, was ich tun kann, um all dem einen Sinn zu geben.

2. VIGO[ | ]

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Als ich vor einem Monster flüchtete, entdeckte ich ein verstecktes Labor. Es war ungewöhnlich üppig ausgestattet. Ich sah Regale voller Alkaloide, Kisten voller silberner Spritzen, haufenweise Schutzkleidung und das Tagebuch von einem gewissen „Vigo“. Darin befinden sich viele Aufzeichnungen über eine uralte Macht, die diesen Ort unter ihrer Kontrolle hat und sie regelrecht formt. Auch bemerkte ich ein paar Zeichnungen von den wachsenden Geschwüren, die ich an den Bäumen gesehen hatte.

3. DIE FÄULE[ | ]

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Wie besessen habe ich Vigos Tagebuch analysiert. Seine Gedankengänge sind elegant aber sprunghaft, ziehen schleierhafte Schlüsse aus nicht zusammenhängenden Fakten.

Viele Einträge erwähnen eine große Macht: den Entitus, der sich einmal pro Jahr selbst reinigt. Während dieser Zeit ist der Entitus mit der Fäule infiziert. Laut Vigo erblühen die Geschwüre zu „Pusteln“, einer Blütensorte, die Eiternektar absondert – dieses dickflüssige Zeug, das aus den Bäumen trieft. Auf den letzten Seiten seines Tagebuchs wird ein Serum erwähnt, das aus diesem Nektar destilliert werden kann. Aber die Seiten mit Wirkung und Herstellung wurden herausgerissen.

4. VERWUNDET[ | ]

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Ich verstecke mich in einem dichten Waldstück. Verzweifelt versuche ich, die schlimmen Bilder loszuwerden, die sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Letzte Nacht torkelte ein entstellter Mann ins Labor. Er hatte einen schrecklichen mechanischen Mund und machte Kleinholz aus den Wänden. Ich bin gerade noch so mit dem Leben davongekommen – und habe mich dabei am Arm verletzt.

Jetzt habe ich keine Chancen mehr. Diese Monster werden mich finden – egal, wohin ich gehe. Alles, was ich noch besitze, ist ein Tagebuch voller zweifelhafter Versprechen des Entkommens.

Ich werde zum Labor zurückkehren.

5. EXPERIMENT[ | ]

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Ich bin dem Tode nahe, das spüre ich.

Als ich zum Labor zurückkehrte, begann ich, mit dem Eiternektar zu experimentieren. Ich konnte daraus ein übelriechendes Serum gewinnen. Doch dann habe ich einen schrecklichen Fehler gemacht. Ich habe das Serum einem toten Nager injiziert. Seine Pupillen weiteten sich, sein Körper zuckte daraufhin. Ich versuchte, das Tier festzuhalten, doch es biss mir in den Arm und riss meine Wunde auf.

Ich stoppte die Blutung, aber ich befürchte, der Schaden ist nun angerichtet.

6. EXPERIMENT II[ | ]

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Ich erwachte von einem schrecklichen Schrei, der aus dem Keller dröhnte. Mir war mächtig übel. Trotz der üblen Qualen versuchte ich, mich an die Geschehnisse zu erinnern.

Vom Serum verschmutzt, war meine Wunde nun mit Lymphwasser angeschwollen. Und gerade da kehrte mein Angreifer zurück. Unser Kampf war größtenteils ein wildes Gerangel, aber ich kann mich an rote Tränen erinnern, die seine schaurigen Wangen herunterliefen, als ich mich in sein Gesicht krallte. Und einen Moment später trat ich ihn so kräftig, dass er krachend in einer Backsteinmauer landete. Die Macht, die ich dann spürte ... Es gibt keine Worte, sie zu beschreiben. Ich weiß jetzt, dass in Vigos Methoden die Wahrheit liegt.

Noch ein Schrei. Mein Angreifer, jetzt im Keller angekettet, wird wohl unruhig.

Das ist erst der Anfang.

7. DER HÖHEPUNKT[ | ]

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In Anbetracht der hohen Dosierung, die ich ihm verabreicht habe, hätte ich seine Flucht vorhersehen sollen. Ich brauchte aber Ergebnisse.

Pustelblumen blühen nun überall auf dem Weg zum Labor. Laut Vigos Tagebuch ist diese schnelle Ausbreitung ein Zeichen dafür, dass die Fäule ihren Höhepunkt erreicht.

Schon bald wird es keinen Eiternektar mehr zum Extrahieren geben.

8. ERSCHÖPFUNG[ | ]

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Ich habe nur wenig geschlafen. Das heftige Pochen in meiner Wunde hat mich nur unruhig dahindösen lassen. Für Geduld reicht meine Kraft nicht mehr aus, und meine Not macht brutale Methoden erforderlich.

Es gibt keine Grenzen, die ich nicht überschreiten werde.

9. UNRUHE[ | ]

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Ich ruhe mich nur noch dann und wann für ein paar Minuten aus. Ich kann es mir nicht erlauben, mehr Zeit zu vergeuden. Die Pusteln, einst voller Nektar, sind am Fuß der Geschwürbäume verwelkt. Ich konnte nur noch winzigste Tröpfchen von schwächlichen Blumen extrahieren.

Mir läuft die Zeit davon.

10. ENDLICH[ | ]

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Wenn Vigos Berechnungen stimmen, kommt heute Nacht meine letzte Chance.

Ich habe eine Spritze mit den letzten Tropfen des Serums aufgezogen und es in meinen Arm injiziert.

11. DAS ENDE[ | ]

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Ich habe alles richtig gemacht ... und bin gescheitert.

Jetzt hänge ich ohne Serum an diesem höllischen Ort fest und kann mich nirgends verstecken.

12. VIGO[ | ]

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Ich habe Vigo gesucht. Laut habe ich seinen Namen gerufen und mir keine Sorgen um die Monster gemacht, die überall lauern. Ich muss ihn finden ... Wenn ich mich auf den Mond konzentriere und in meinem Geiste eine Leinwand mit wilden Linien fülle, kann ich mir die Szene vorstellen – und ich weiß, dass etwas nicht stimmt.

Ich habe den toten Nager unter meinem Kopfkissen gefüttert.

13. BETEN[ | ]

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Bald – sehr bald – werde ich Frieden haben.

Die kalten Klauen des Todes nähern sich.

--[ | ]

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Er ist hier.
Der Entitus ist hier.
Er hat mich gefunden.

Talbot Grimes: Unbekannte Tore[ | ]

ERINNERUNG 1752[ | ]

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In der weiten Wüste aus Schotter und bröckelnden Säulen sieht er eine Blume, eine einzelne Blume. Er watschelt durch die Ruinen und streckt seine Hand zu dem wabernden Anblick aus. Stängel und Blütenblätter zerfallen, bevor er sie berühren kann. Eine Illusion ... Er blick auf, und dort ... ist eine weitere Blume. Er stürmt auf sie zu, als der Boden unter seinen Füßen einbricht. Endlos stürzt er durch die Überreste verlorener und vergessener Reiche. Er will, dass das aufhört. Er erträgt die heiße Luft nicht. Auch nicht das Gefühl, dass seine Organe zu seinem Mund aufsteigen. Er schlägt auf dem Boden auf. Rippen ragen aus seinem Brustkorb heraus. Zersplitterte Knochen zerreißen seine stinkende Haut. Wo bin ich? Was für ein Ort ist das hier? Er befindet sich in einem Labor, an das er sich halbwegs erinnern kann. Er sieht ein Emblem. Die Kompanie. Er erinnert sich an die Kriege. Die Opiumkriege. Er erinnert sich an die Gefangenen und die Experimente und seine endlose Suche nach Toren in ein anderes Reich. Er hat sie gefunden. Nur nicht auf die Art und Weise, wie er es sich vorgestellt hatte. Warmes Blut bildet Pfützen um ihn herum, während Tausende verwesender Gefangener in Arbeitsanzügen der Kompanie nach ihm greifen und grapschen. Das passiert gerade nicht. Das kann nicht sein. Ihr seid tot! Ihr seid alle tot! Er schließt seine Augen. Ein kollektives Brüllen ist zu hören, und die Gefangenen heben ihn über ihre Köpfe und werfen seinen gebrochenen Körper in ein finsteres Verlies. Dunkelheit. Kälte. Einsamkeit. Er zittert und bettelt ... Nur noch eine Blume ... Ich tu auch alles ... Gib mir nur eine weitere ... Blume ...

ERINNERUNG 1753[ | ]

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Die Macht liegt im Geist: das geistige Auge, wie die Mystiker es nannten. Das Auge, das uns träumen und visualisieren lässt, ist mehr als wir glauben. Viel mehr. Es ist ein Schlüssel und öffnet Türen ... Endlose Türen ... Und der Schlüssel ist ein Sekret ... Ein heiliges Sekret wie eine Droge, die uns durch die endlosen Welten innerhalb des wirbelnden Chaos reisen lässt, welches das unendliche Leben darstellt. Blasphemie! Nimm deine Ideen und verschwinde damit aus dieser Schule! Sie stammen vom Teufel! Er geht mit seinen Ideen zur Kompanie und sagt, dass das Sekret besser ist als Opium. Er erzählt ihnen, dass es keine vergleichbare Erfahrung gibt. Er nennt es das Drachentor. Lässt die Mittel aus Mohn wie Hustensaft erscheinen. Er erinnert sich an die Mystiker. Die unbekannten Mystiker. Mystiker, die Hymnen singen – in der Hoffnung, dass sie mit der richtigen Schwingung sterben. Richtige Schwingung? Was bedeutet das, mit der richtigen Schwingung zu sterben? Es bedeutet, sie glauben daran, dass unterschiedliche Schwindungen die Tore zu unterschiedlichen unbekannten Welten öffnen. Der Tod öffnet das Tor, ... und der Drache trägt dich davon. Die Kompanie ist interessiert. Wie soll man solch ein Opium ernten, wenn es nur im Tod abgesondert wird? Ich werde eine Möglichkeit finden. Und in der Tat ... Nur finden sie ihn, bevor er sein Lebenswerk vollenden kann. Er erinnert sich schwach daran, halb zu Tode geschlagen und in ein Massengrab aus verwesenden Körpern geworfen worden zu sein. Und ... er erinnert sich daran, gerettet worden zu sein ... von neun Mystikern in dicken, dunklen Tuniken ... Wo sind die neun jetzt? Was haben sie mit meinen Forschungsergebnissen angestellt? Warum haben sie versucht, mich aufzuhalten? Fragen ... So viele Fragen ... Wo ist meine Blume? ... In deinem Geist ... Er stößt seine Finger in seine Augenhöhlen, reißt seine Augen heraus und bohrt sich noch tiefer in seinen Kopf hinein ... Sucht nach einer Blume ... Eine Blume ...

ERINNERUNG 1754[ | ]

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Selbst ohne Augen kann er sehen. Es ergibt nicht den geringsten Sinn. Er turnt über den Dreck und Mist. Er rutscht aus, stürzt und begreift plötzlich, dass er über einen Haufen verwesender Gefangener und Süchtiger klettert. Er schiebt sich durch, während die winselnden Männer und Frauen um mehr Opium bitten, ... um Tee, ... um Sirup, ... um in Opium getränkte Süßigkeiten ... Sie geben lächerliche Versprechen ... Nimm mein Haus ... Mein Geld ... Meine Kinder ... Nimm alles ... Gib mir mehr ... Nur ein kleines bisschen mehr ... Sie klingen wie er. Er schiebt sich durch Gesichter, an die er sich vage erinnern kann. Leben wurden ruiniert, zerschlagen, zerstört. Es war nicht seine Schuld. Er hört eine körperlose Stimme. Bringe sie alle um, dann bekommst du eine Blume. Er blickt auf die jammernden Männer und Frauen hinunter und zieht seinen Stock zurück. Schlägt wild auf Gliedmaßen und Schädel ein. Köpfe platzen auf wie Wassermelonen. Knochen brechen wie trockene Zweige. Er hört erst auf, als er auf einem Berg aus Fleisch, Erbrochenem und geronnenem Blut steht. Wo ist sie? Wo ist meine Blume? Ich muss sie finden. Er lässt sich auf die Knie fallen und gräbt sich durch die dicke Matsche aus zerfleischter Menschheit, um eine Blume zu suchen ... Er findet eine ... Doch gerade als er die Blume berührt, welkt sie dahin und verschwindet zusammen mit den Überresten seiner Vergangenheit.

ERINNERUNG 1755[ | ]

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Talbot ... Mein Name ist Talbot. Er erinnert sich an seinen Namen, als er die neun in Kapuzen verhüllten Männer sieht, die sich ihm nähern. Er stolpert über eine zerfallende Säule mit den seltsamen Symbolen einer Sprache darauf, an die er sich halbwegs erinnern kann. Er erinnert sich an die Schule, die Geheimschule, und an die Mystiker und das obskure Wissen, das sie beschützten. Er war der Sache zu nahe gekommen und nicht bereit gewesen. Die Menschheit war nicht bereit gewesen. Wissen ohne Weisheit führt zur Selbstzerstörung. Das ist ihm alles egal. Ihr habt mich für gottlos erklärt! Ihr habt mich alle verdammt! Habt mich dem Tod überlassen! Eine der Kapuzen kommt auf ihn zu. Du hast dich selbst verdammt, Talbot! Du hast dich selbst verdammt ... Die neun Kapuzen verschwinden, als ein gewaltiger Drache aus dem Boden platzt und ihn mit toten schwarzen Augen ansieht. Die Grauenhaftigkeit seines Gesichts übersteigt alles, was er bereits darüber gelesen, gesehen oder sich vorgestellt hat. Ein uraltes Böses, erfüllt von dunklem Leben! Talbot zittert, während ihn ein Nebel des Wahnsinns umhüllt. Die uralte Bestie holt aus, greift ihn mit ihren Krallen und verschlingt ihn am Stück. Eine Mischung aus Speichel und Säure durchdringt seine Tunika und ätzt sich bis zu den Knochen durch seine Haut. Unter Todesschreien löst er sich langsam in einem Magen voller ekelhaftem und verwesendem Tod auf. Sein Körper und seine Gliedmaßen verschmelzen zu einer blutigen und endlosen Masse.

ERINNERUNG 1756[ | ]

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Talbot erwacht in einem Massengrab voller Skelette und verwesender Gefangener der Kompanie. Er blinzelt und schüttelt den Dreck von seinen eingefallenen Augen. Er kotzt sich die Seele aus dem Leib und versteht nicht, was mit ihm geschieht. Nichts ergibt Sinn, nur sein Hunger. Bitte ... Ich tu auch ... alles ... Gib mir, was ich haben will, dann gehöre ich dir. Gib sie mir ... Ich brauche sie ... Plötzlich platzen Sprösslinge aus den verwesenden Körpern und umgeben ihn. Blumen wachsen und blühen in all ihrem Glanz. Wunderschönes goldenes Serum tropft wie Honig wohin das Auge blicken kann. Er nähert sich langsam einer Blume und hat Angst, sie zu berühren. Er streckt seine Hand aus, berührt sie und ... sie verwelkt nicht. Er berührt eine weitere. Und noch eine. Nichts passiert. Dann will er eine Blume pflücken, doch stattdessen ... schnappt sich die Blume ihn! Ranken sprießen wie Tentakel hervor, umschlingen ihn und bohren sich durch seine Adern. Neun Männer in Kapuzen kommen missbilligend auf ihn zu. Wissen ohne Weisheit führt zur Selbstzerstörung. Sie kommen näher. Gib Acht, was du dir wünschst, Talbot. Gib Acht, was du dir wünschst.

Nea Karlsson: Rebellion für eine gute Sache[ | ]

ERINNERUNG 683[ | ]

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Nea skatet zum Park von Falls City und sucht ihre Freundin Casey, kann sie aber nicht finden. Sie skatet zu ihr nach Hause, und ihre Mutter sagt, sie sei in den Narrows, um mit einer Basisorganisation, die sich „Life Drop“ nennt, Wasserflaschen an Bedürftige auszugeben. Life Drop? Die Narrows? Wo hat Casey sich denn diesmal wieder reingeritten? Du kennst Casey doch. Vermutlich eine Rettet-die-Bienen-Organisation, die einfach nicht versteht, wie die Welt funktioniert. So etwas wie den „American Dream“ gibt es nicht mehr, nur den „Corporate Dream“, und der „Corporate Dream“ und der „American Dream“ sind nicht dasselbe. Sie hat von den Narrows gelesen ... Angeblich der ärmste und verschmutzteste Bezirk in Falls City. Liegt vielleicht daran, dass es der ärmste Bezirk ist, der zufällig gleichzeitig auch der verschmutzteste ist. Vielleicht liegt es an korrupter und trotzdem legaler Politik gegen jene, die sich keine teuren Anwälte leisten können, um die korrupte Politik zu verändern oder herauszufordern. Papierfabriken. Autofabriken. Giftmüllanlagen. Aller entsorgen ihren Müll an Land und ins Wasser. Ein paar wenige Politiker legen den Dollarpreis für die Vergiftung der Umwelt fest, und die gesamte Arbeitergesellschaft zahlt den Preis dafür, den ultimativen Preis. Sie zahlen mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben. Nichts Neues. Immer dieselbe alte Leier. Die Bonzen und Bürokraten machen so weiter, weil sie es können. Solange man Geld damit verdienen kann, die Welt zu vergiften, gibt es auch jemanden, der das macht. Das ist überall so. In allen Städten, von denen sie je gelesen hat, und Falls City ist da keine Ausnahme. Früher ist sie dagegen angegangen, aber dann war es zu viel, um dagegen anzugehen, daher beschloss sie, dass es einfacher ist, wenn ihr das egal ist. Schon lustig, wie das so kommen konnte. Das Einzige, was ihr noch wichtig ist, ist das Skateboardfahren und die Suche nach dem unmöglichen Ort für Graffiti. Wie auch immer, vielleicht würde sie in den Narrows eine Stelle für Graffiti finden. Sie skatet sie Straße entlang, die am Upper Falls River verläuft, und weiter zum ärmsten und verschmutztesten Bezirk von Falls City.

ERINNERUNG 684[ | ]

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Was machst du da mit den Müttern? Nea geht auf Casey zu, und mehrere Frauen mittleren Alters geben Wasserflaschen und Kanister an die örtlichen Einwohner aus. Casey dreht sich zu Nea um. Was wir tun? Alles, was wir können, um zu helfen. Nea lacht und stupst Casey an. Lass uns zum Park gehen. Casey stupst sie zurück. Heute nicht, Nea. Das hier ist wichtig ... Ein andermal ... Nea sieht Casey und den anderen Frauen zu, wie sie Wasser an die Armen ausgeben. Wie viele Kinder haben Sie zu Hause? Drei? Okay, hier sind ein Dutzend Flaschen. Vier? Okay, nehmen Sie zusätzlich einen Kanister. Wann wird unser Wasser wieder sicher sein? Weiß der Teufel. Ist es gefährlich, zu duschen? Die Wäsche zu machen? Wie gefährlich ist das Wasser? Ziemlich gefährlich. Das Wasser bringt unsere Kinder um. Wir brauchen ein Zentrum, in dem die Vergifteten behandelt werden. Nea lauscht den Gesprächen voller Schrecken und Unglauben. Sie musste nie wirklich über etwas so Grundlegendes und Lebenswichtiges wie Wasser nachdenken, aber jetzt ... Denkt sie über Wasser nach ... Verschmutztes Wasser ... Und die Armen in der Stadt. Sie sagen, dass dies der schlimmste Ausbruch der Minamata-Krankheit im Land sei. Sie weiß nicht, was das ist ... Minamata. Aber es klingt übel, ziemlich übel. Was ist Minamata? Casey sieht verärgert oder verstört aus, als sie einen weiteren Kanister mit Trinkwasser an einen Einwohner ausgibt. Diese Krankheit entsteht, wenn Menschen mit Quecksilber vergiftet werden. Nea seufzt, hat Mitgefühl für die Einwohner, weiß aber, das so etwas eben vorkommt und man nicht viel dagegen unternehmen kann. Wir können die Welt nicht retten, Casey. Was können ein paar Kanister mit abgefülltem Wasser schon bewirken? Casey erstarrt und wirft Nea einen Blick zu, den sie nicht ganz versteht. Es dauert einen kleinen Moment, bis sie antwortet. Tja, vielleicht können wir die Welt nicht retten, Nea, aber es ist so sicher wie die Hölle, dass wir sie ein kleines bisschen besser machen können. Und das ist mir genug.

ERINNERUNG 685[ | ]

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Die Welt können wir nicht retten, aber wir können sie ein kleines bisschen besser machen, und das ist mir genug. Nea dachte die ganze Nacht über Caseys Antwort nach, während sie sich über die Schrecken der Minamata-Krankheit informierte. Verfall der motorischen Fähigkeiten. Rückgang der Fähigkeit zu gehen und zu sprechen. Willkürliche Zuckungen. Lähmungen. Kinder, die mit gespaltenen Gliedmaßen geboren werden. Alles dauerhafte Nebenwirkungen einer Quecksilbervergiftung. Der Bürgermeister hatte ein Geschäft mit einem Getränkeunternehmen abgeschlossen. Das gute, gesunde Wasser war aus einem sauberen See in eine Fabrik zur Abfüllung von Wasser in Flaschen umgeleitet worden. Das Unternehmen hatte die Rechte am Wasser gekauft und die Narrows an das alte Flusssystem angeschlossen. Sie hatten gedacht, niemand würde das bemerken. Sie hatten gedacht, so schlimm würde es schon nicht werden. Falsch gedacht. Als Mütter nach und nach ihre ungeborenen Kinder verloren und allen die Haare ausfielen, begannen fünfzigtausend Einwohner, es zu bemerken. Sie bemerkten es, beschwerten sich, aber niemand unternahm etwas dagegen. Alles ging seinen gewohnten Gang. Nea atmet tief ein und langsam wieder aus. Nie hatte sie sich über Wasser Gedanken machen müssen, aber jetzt kann sie an nichts anderes mehr denken.

ERINNERUNG 686[ | ]

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Komm und sieh dir diese unheimliche, verlassene Fabrik an, die ich gerade getaggt habe. Casey zuckt mit den Schultern. Für dein Ego hab ich keine Zeit. Ego? Wovon redest du da? Casey schüttelt den Kopf. Tolle Leistung, Nea. Dein Name auf einer verfallenen Mauer. Oder so. Wen interessiert’s? Warum nicht für irgendwas einstehen? Eine Message rüberbringen? All diese Zeit und Energie, nur um zu sagen, dass du einen unheimlichen Ort getaggt hast. Na toll. Was für eine Leistung. Nea rümpft die Nase. Sie fühlt sich angegriffen. Was ist los mit dir? Casey zuckt mit den Schultern. Ich weiß nicht ... Wenn du wenigstens einen Tyrannen verärgert hättest, dann hättest du etwas erreicht mit deiner ... deiner ... Kunst ... Wenn du das so nennen willst. Nea entgegnet nichts. Sie weiß nicht, was sie sagen soll. Sie nimmt ihr Board und fährt zu den Narrows. Sie sieht sich die überwachsenen und verlassenen Fabriken entlang des Flusses an. Sie kamen. Sie profitierten. Sie gingen. Das ist so dumm und primitiv. Wenn man das Wasser vergiftet, dann stirbt man. Daran kann keine Macht und kein Gesetz etwas ändern.

ERINNERUNG 687[ | ]

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Die Zyderr-Fabrik. Dort werde ich es machen. Seit Jahren haben sie dort Müll in den Fluss geleitet und damit die Camping- und Angelbranche im ganzen Land vernichtet. Zwanzig Jahre später sterben die Narrows einen langsamen und qualvollen Tod, und es gibt keine Gerechtigkeit. Wird es vermutlich auch nie geben. Es gibt nicht einmal eine Untersuchung oder ein Krankenhaus oder ein Zentrum, in dem die Vergifteten behandelt werden. Die Umweltagentur sagt, alles sei gut. Das ist es aber nicht. Wirklich nicht. Niemand will zugeben, dass es eine Quecksilbervergiftung ist. Zuzugeben, dass es eine Quecksilbervergiftung ist, wäre ein Schuldeingeständnis. Ein Schuldeingeständnis würde den Narrows helfen und Zahlungen für eine Dekontamination ermöglichen. Die Stadt will aber keinen Prozess. Niemand regt sich oder macht irgendwas. Und doch leiden und sterben Kinder. Kinder leiden und sterben ... Und niemand unternimmt etwas ... Und Nea kann nicht aufhören, an sie zu denken. Es gehört schon ziemlich viel Bosheit dazu, Kinder zu vergiften. Irgendetwas an der ganzen Sache sorgt dafür, dass sie sich einmischen will. So richtig einmischen – wie ihre Freundin Casey. Vielleicht sollte sie diese sogenannten Staatsdiener taggen, die in Wahrheit nur sich selbst dienen.

ERINNERUNG 688[ | ]

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Nea skatet zur Seite des Abfüllbetriebs. Sie stellen Flaschen für Trinkwasser aus Glas und Kunststoff her und entsorgen ihre Chemikalien und Gifte in den Fluss. Wie dumm muss man sein? Wie dumm sind diese Stadt und dieser Mistkerl von Bürgermeister, dass sie so etwas erlauben? Sie sucht die perfekte Stelle, die perfekte Oberfläche zum Taggen. Weit oben und gut sichtbar sieht sie eine Stelle. Das sollte sie ärgern. Sie schleicht sich durch den Vordereingang, sieht eine Kamera, sprüht die Linse der Kamera zu und beginnt, die Mauer zu besprühen. Sie vergiften das Wasser, um Flaschen für Trinkwasser herzustellen. Absurd. Lächerlich. Unglaublich. Nea beendet ihr Werk, und etwas Zeit und Farbe sind noch übrig. Sie sieht sich auf dem Grundstück um und findet ein großes, weißes Garagentor. Sie lächelt. Perfekt. Sie wird ihren Namen sprühen. Schön groß, damit ihn alle sehen können. Das sollte einen Tyrannen verärgern, wie Casey sagt. Allmählich bekommt Nea ein Gefühl für die Sache und wünscht sich, dass ihre Kunst die Fabrik und die Stadt genug verärgern wird, dass sie den Fluss säubern. Wunschdenken. Sie kamen. Sie profitierten. Sie gingen ... und ließen eine ganze Gesellschaft vergiftet zurück. Es müsste ein Gesetz gegen so etwas geben und vielleicht sogar die Todesstrafe für jene, wie wissentlich Kinder vergiften.

ERINNERUNG 689[ | ]

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Jetzt hast du also ihr Gebäude getaggt. Na toll. Bringt gar nichts. Jetzt steht dein Name da draußen ... Mehr hast du nicht erreicht ... Aber wofür steht dieser Name? Nea weiß nicht, was sie Casey antworten soll. Sie hat nie wie die anderen noch eine Message unter ihr Tag gesetzt. So etwas hatte sie einfach nie im Sinn. Es geht nicht um eine Message. Es geht um Kunst. Casey sagt, Kunst sei eine Message. Kunst ist Rebellion. Manche nennen es „predigen“. Wer hat das gesagt? Wer hat sich das ausgedacht? Die Unternehmen ... Nea ... Natürlich waren sie es. Sie sorgen dafür, dass Künstler Angst davor haben, ihre Kunst zu nutzen, um etwas gegen diese Schandtaten zu sagen. Und schon haben sie gewonnen. Vor Jahrhunderten haben Künstler gegen Tyrannenkönige protestiert, und diese Tyrannen haben alles in ihrer Macht stehende getan, ihre Kunst durch Angst vor Armut oder Tod zu unterdrücken oder einzudämmen. Nea, ... es gibt noch Könige ... Wirklich ... Nur auf eine andere Art und Weise. Heute sind CEOs die Könige, und ihr Königreich sind die Unternehmen. Manche sind gute Könige, andere ... nicht so gute Könige. Und die nicht so guten Könige haben Möglichkeiten gefunden, Künstler unter Kontrolle zu halten. Sie in der Schule zu verängstigen. Ihnen zu sagen, dass sie keine Message rüberbringen sollen. Ihnen zu sagen, dass sie nicht für irgendetwas einstehen sollen. Sondern, dass sie allen gefallen sollen. Nur unterhalten sollen. Unterhalten und inspirieren, aber keine Message rüberbringen. Nicht politisch sein. Nea, ... alles ist politisch. Etwas nicht zu sagen, ist auch eine Aussage. Dich abzuwenden und Korruption zu ignorieren, ist eine Entscheidung, eine politische Entscheidung der Gleichgültigkeit. Nea seufzt. Sie weiß es nicht. Sie ist nicht sicher. Sie hat das noch nie wie die anderen gemacht. Es kam ihr immer irgendwie falsch vor. Casey blickt ihr Graffito spöttisch an. Steh für etwas ein oder lass es sein. Deine Entscheidung als Künstlerin. Deine politische Entscheidung.

ERINNERUNG 690[ | ]

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Komm mit. Casey springt auf ihr Board und führt Nea in die Narrows. Sie führt sie zu einem Haus, wo ein Vater seinen Sohn im Bett füttert. Er ist erst elf. Hatte nie eine Chance. Sein einziger Fehler war, jenen zu vertrauen, die ihn eigentlich beschützen sollten. Er liegt im Sterben. Quecksilbervergiftung. Früher sind die Leute in den Narrows an natürlichen Ursachen gestorben ... Jetzt sterben sie alle an Quecksilbervergiftung. Casey seufzt und schüttelt den Kopf. Du hast dein Graffito am Garagentor des Schuldigen unterschrieben und hast damit lediglich Werbung für deinen Namen gemacht. Ich habe deinen Quatsch über gehört, einen Tag nicht für eine Sache verwenden zu wollen. Aber wozu ist ein Tag dann gut? Wozu ist eine Stimme gut, wenn du nichts damit sagst? Wenn du nicht für etwas einstehst? Bei Kunst geht es um Widerstand. Nicht um Profit. Nicht um Ruhm. Bring eine Message rüber, Nea. Lass die Welt wissen, was dein Herz quält. Jemand könnte dir zuhören und etwas unternehmen. Gib deine Stimme jenen, die keine haben. Keine Rebellion ohne gute Sache. Starte eine Rebellion für eine gute Sache.

ERINNERUNG 691[ | ]

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Während sie im Bett liegt und ein Glas Wasser anstarrt, denkt Nea darüber nach, was Casey gesagt hat. Casey hat recht, und Nea erinnert sich an früher, wo sie als Straßenkünstlerin so viel sagen wollte. Irgendwie wurde ihr das genommen. Sie versucht sich zu erinnern, wie ihr das genommen wurde. Aber das Einzige, was ihr einfällt, ist ... die Schule. Keine Messages. Keine Politik. Nichts. Lediglich Inspiration und Unterhaltung. Und doch vermitteln Unternehmen Botschaften und betreiben Politik. Eine Politik des Verkaufs. Sie erinnert sich daran, dass man ihr gesagt hat, sie solle Kunst nicht für Politik nutzen. Doch wem nützt das? Königen. Tyrannenkönigen, die versuchen, Stimmen zu unterdrücken oder einzudämmen, indem sie eine innere Selbstzensur erschaffen, die bereits in der Schule beginnt. Halte Politik da heraus! Politik da heraushalten? Alles ist Politik, sogar der Versuch, sich aus Politik herauszuhalten. Politik ... Verdammte Politik ... Verdammter korrupter Bürgermeister ... Der Mistkerl hat nicht nur Trinkwasser auf Giftwasser umgestellt ... Er hat das Trinkwasser an einen Unternehmenskönig verkauft. Absurd. Lächerlich. Unglaublich. So etwas hat sie noch nie gehört. Niemandem sollten die Wasserrechte gehören. Niemandem. Wasser gehört allen. Allen Lebewesen. Nea starrt auf die Spraydose auf ihrer Kommode. Sie denkt darüber nach, was sie sagen könnte. Etwas, bei dem die Leute stehenbleiben und es betrachten. Zum ersten Mal seit Langem ist es ihr egal, ob ihre Message eine politische Aussage ist. Scheiß auf ihre Kunstlehrerin, die sie bezüglich Statements in ihren Werken verunsichert hat. Wasser bedeutet Gesundheit. Wasser bedeutet Kraft. Wasser ist ein Menschenrecht ... Wasser ist ein Menschenrecht ... Ein grundlegendes Menschenrecht.

ERINNERUNG 692[ | ]

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Nea ist erstaunt, wie viele arme Gesellschaftsgruppen mit Giftwasser duschen, baden, kochen und Wäsche waschen, nur weil ein paar Könige die Rechte an ihrem Trinkwasser gekauft haben. Das ist absurd. Lächerlich. Unglaublich. Sie hat sich nie zuvor einer Sache so verbunden gefühlt, und dieses Gefühl gefällt ihr. Möglicherweise ihr erstes großes Ding, seit die Schule ihre Stimme mit Angst vor Fehlern unterdrückt hat ... Mit der Angst davor, etwas zu sagen, ... eine Botschaft zu haben, ... gegen den Traum eines Unternehmens vorzugehen. Nicht der amerikanische Traum, sondern der Unternehmenstraum. Nea surft im Internet und liest über die Könige und ihren weltweiten Kampf ums Trinkwasser. Sie freut sich, zu lesen, dass es nicht so gut für sie läuft. Überall, wo diese Tyrannenkönige die Rechte am Trinkwasser haben wollten, wurden sie vom Volk aus dem Land geworfen. Nichtsdestotrotz sind diese Storys schwierig zu finden. Könige, die eine Schlacht gegen Bauern verlieren, sind selten eine Schlagzeile oder Erwähnung wert. Es ist, als ob die Könige dafür sorgen wollen, dass sich niemand inspiriert fühlt, sich gegen sie zu erheben, während sie verzweifelt versuchen, alles Wasser aufzukaufen, das sie noch nicht vergiftet haben. Sie wollen alles. Sie wollen es verkaufen. Und sie wollen nicht, dass Bauern ihnen in die Quere kommen. Wasser bedeutet alles ... Wasser zu besitzen, das bedeutet, Leben zu besitzen. Wasser zu besitzen, das bedeutet, darüber zu entscheiden, wer leben darf und wer sterben muss. Und genau das haben die Könige und der Bürgermeister in Falls City getan. Sie haben eine ganze Gesellschaftsgruppe verdammt und vergiftet. Und sie haben nichts getan, um ihnen zu helfen. Haben nichts unternommen ... Nea hofft auf eine höhere Gerechtigkeit. Eine, die sich nicht untergraben oder bestechen lässt. Und sie schwört, dass sie den neuen Luxuswagen des Bürgermeisters in ein Werk der Rebellion verwandeln wird. Man kann die Welt nicht verändern, aber vielleicht kann man sie ein kleines bisschen besser machen. Ein kleines bisschen besser ... Das ist ihr schon genug.

Max Thompson Jr.: Ein Mann namens Junge[ | ]

ERINNERUNG 3728[ | ]

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In der Dunkelheit seiner Zelle hört er Schritte, die sich nähern. Er hört Gelächter und Getratsche. Sein Vater mit anderen. Er ist nicht sicher, wen er an seiner Seite hat. Er legt sein Ohr an die Tür und hört ein Lachen, ein tiefes, kehliges Lachen. Er spürt, wie seine Haut sich zusammenzieht und sein Magen sich verdreht. Es kann nur Chief sein. Er hasst Chief ganz besonders, wenn er bei seinem Vater ist. Sie lassen ihn alle möglichen Dinge tun, damit sie was zum Lachen haben. Sein Vater prahlt mit seinem Killerwerkzeug, wie er ihn oft nennt. Noch mehr Gelächter. Weitere Stimmen. Chief hat ein paar Deputies mitgebracht, damit sie die Show genießen können. Er möchte sie alle in Stücke reißen, damit sie nur endlich aufhören, zu lachen. Alle lachen ihn aus. Die ganze Welt lacht ihn aus. Er knirscht frustriert mit seinen Zähnen. Sie sollten eigentlich nicht lachen. Eigentlich sollten sie ihn beschützen. Das weiß er. Das hat er im Fernsehen gesehen. Die einzige Sache, die ihn beruhigt und ihm Gesellschaft leistet, wenn er seine Arbeit erledigt hat. Fernsehen ist etwas Besonderes ... Der Freund und das Elternteil, das er nie hatte ... Aber Chief ... Chief ist nicht wie die Leute im Fernsehen.

Er ist eine andere Sorte Polizeichef. Die Sorte, die mit Vater zusammenarbeitet, um Geld zu waschen. Er weiß nicht einmal, was das bedeutet, hat aber beim Schweinestall ein Gespräch von ihnen mitbekommen. Darin ging es um die Wäsche von richtig viel Geld. Und darum, dass es mit einem Richter und anderen Juristen geteilt werden müsse. Sie waschen gemeinsam Geld. Deshalb lässt Chief Vater und Mutter mit ihm alles machen, was sie wollen. Chief ist korrupt, wie Vater immer sagt. Korrupt wie sein Jungengesicht. Das Gelächter wird lauter. Sie nähern sich seinem Verlies aus Stein, und er zittert bei dem Gedanken an noch mehr Gemetzel. Er ist es leid, zu töten, um ein paar Deputies zum Lachen zu bringen. Sehr leid. Er spürt sein Blut kochen. Spürt, wie es durch seinen Hals aufsteigt. Spürt, wie es in sein Gesicht drängt, als ob es aus seinem Schädel herausplatzen wollte. Plötzlich erfüllt ein hoher Pfeifton seine Ohren. Wieder und wieder schlägt er gegen seinen Kopf, bis der Ton aufhört. Für einen Moment kehrt die Stille zurück. Nur für einen Moment. Dann rasselt eine Kette. Riegel schnappen laut auf, während er das Gleichgewicht verliert und rückwärts auf den Hintern fällt. Die Tür öffnet sich und blendendes Sonnenlicht dringt in seine Zelle. Mit dem Arm bedeckt er seine Augen. Sein Vater tritt ein, schnappt ihn und zerrt ihn auf die Füße. Na los, Junge! Lass uns diesen Deputys zeigen, was du wert bist!

ERINNERUNG 3829[ | ]

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In der drückend heißen Scheune starrt er das Blut an, das von seinem Hammer tropft. Es fühlt sich an, als wäre das alles nur ein Traum. Seltsam. Merkwürdig. Verstörend. Nein. Kein Traum. Vielmehr als ob ... Als ob er in einer Fernsehserie wäre, ... sich selbst aus der Ferne betrachtet. Überall um ihn herum liegen abgeschlachtete Kühe. Sieben oder acht davon krümmen sich hilflos im warmen, gerinnenden Blut. Schädel sind aufgebrochen. Gehirn und Blut sprudeln heraus. Fliegen schwirren um ihn herum. Summen in seinem Gesicht, summen in seinen Ohren, sagen ihm, dass dieses Gemetzel sein Ebenbild ist. Diese sinnlose Schlachterei ist sein Wert ... sein einziger Wert. Töten. Das ist es, was sie an dir lieben. Töten. Töten. Töten. Die Fliegen lachen ihn aus. Lachen zusammen mit Chief und seinen Deputys. Sagen ihm, er sei so nutzlos, dass er nicht einmal einen Namen hat. Junge! Was soll das für ein Name sein?! Sein Vater schubst noch eine Kuh in seine Richtung. Du bist noch nicht fertig!

Junge hebt seinen Hammer und wischt das Blut aus seinen Augen. Er fühlt sich seltsam. Merkwürdig. Verstört. Deprimiert. Er ist sein Leben leid. Die Zelle. Dung schaufeln. Abschlachten. Ständig abschlachten. Und sich um diese Schweine kümmern. Diese wertvollen Schweine. Schweine, die von seinen Eltern mehr Liebe bekommen, als er in seinem ganzen Leben bekommen hat. Die Fliegen schwirren um sein Gesicht und lachen ihn aus. Der hohe Pfeifton kommt zurück. Die Schweine haben Namen und du nicht! Duke und Donny. Er schlägt nach den Fliegen. Vater nickt ihm zu. Na los, Junge, zeig ihnen, dass du mit dem Hammer noch mehr drauf hast! Junge ... So nennt Vater ihn. Junge ... So nennt Mutter ihn. Sie meinen, er ist zu dumm, zu wissen, dass er keinen Namen hat. Einen echten Namen. Aber er weiß es. Sein ganzes Leben lang wusste er es schon. Er wusste es und stellte sich selbst vor, Max zu heißen ... Max Thomson. Stellte sich vor, dass sein Vater so stolz auf ihn ist, dass er ihm einen Namen gegeben hat. Wie sehr er davon geträumt hat, den Namen seines Vaters zu tragen ... Wie sehr er davon geträumt hat ... Vater schubst ihn. Na los! Zeig’s ihnen! Zeig’s ihnen sofort! Junge spürt, wie Blut in sein Gesicht schießt. Wie seine Adern vor Zorn anschwellen. Seine Schläfen pulsieren wie irre. Die nächsten Augenblicke verschwimmen. Überall Blut und Schreie! Nicht von Rindern ... Von Menschen ... Wieder ist das Winseln zu hören und wieder ist er verwirrt, sucht seinen Vater, findet ihn aber nicht.

Das Winseln hört auf, und alles ist wie gedämpft. Er dreht sich um und sieht Chief auf sich zu stürmen. Was hast du getan?! Junge hört ihn nicht wirklich. Es ist wie damals, als er noch ein Kind war und Mutter seinen Kopf in einen Eimer voll Wasser drückte, um ihm beizubringen, dass er nicht rufen oder weinen sollte. Alles gedämpft, verzerrt, surreal. Chief greift ihn an und schnappt sich den blutigen Hammer aus seiner Hand. Du hast sie umgebracht! Deinen Vater! Jim! Don! Ray! Meine Männer! Meine verdammten Männer! Junge stößt Chief davon und stolpert blutüberströmt aus der Scheune, geht in Richtung Haupthaus, schreit in der zunehmenden Dämmerung nach seiner Mutter.

ERINNERUNG 3730[ | ]

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Mutter liegt auf dem Boden, den Mund voller abgebrochener Zähne, und schluchzt. Junge hebt sie mit einem Arm hoch, und eine Flut aus undeutlichen Wörtern strömt aus seinem Mund. Wörter, die nur er versteht. Wörter, die das Fernsehen ihm beigebracht hat. Er will seinen Namen wissen, seinen echten Namen. Und sie starrt ihn nur an, verwirrt, verloren, verzweifelt. Sie spuckt Blut, und Bruchstücke ihrer Zähne rutschen an der Seite ihres Gesichts herunter, als sie um ihr Leben bettelt. Selbst, wenn sie verstanden hätte, was er von sich gibt, hätte sie ihm nichts sagen können. Mein Name! Mein Name! Wie heiße ich? Junge schlägt seine Mutter wieder und wieder auf den Boden. Er hebt sie über sich und schleudert sie gegen den Küchentisch, der unter ihrem Gewicht zerbricht. Blut spritzt aus einer Wunde an ihrem Bein. Sie verliert das Bewusstsein. Er fühlt sich schlecht und hält seinen schlaffen Körper. Warum? Warum habt ihr mich gehasst? Was habe ich getan, dass ihr beide mich so sehr hasst? Ihr Gesicht ist wunderschön und abscheulich zugleich. Das Böse von Schönheit verhüllt. Er drückt sie, fester und fester, wünscht sich, dass alles anders gewesen wäre. Wünscht sich, dass er eines dieser verdammten Schweine gewesen wäre. Die haben sie mit Liebe, Zuneigung und Zeit überschüttet ... Die ganze Zeit haben sie mit Duke und Donny verbracht, während er namenlos und vereinsamt in einem Verlies hockte, das nur für ihn gebaut worden war.

Er versucht, sie hochzuheben rutscht aber in einer Blutpfütze aus. Sie windet sich in seiner Umarmung. Jedes Mal, wenn er die Frage stellt, drückt er mehr und mehr zu. Mein Name ... Wie lautet mein Name? Ihr Widerstand lässt nach und sie zuckt krampfhaft. Angespannte Arme und Beine werden schlaff. Langsam lässt er sie wieder los. Ihr Kopf knallt in einer Pfütze aus Blut auf den Boden. Mit blauen und leeren Augen starrt sie nach oben. Wunderschöne blaue und leere Augen. Augen, die in ihm nur ein Monster gesehen haben, ein Ding, ein Nutztier für die Farm. Niemals einen Sohn. Niemals ihren Sohn. Er hasst diese Augen. Diese ... Diese ... hasserfüllten Augen. Er reißt sie heraus und zerquetscht sie. Sie platzen genau so auf wie die Augen der Rinder. Er lächelt und weiß nicht wirklich, warum er lächelt. Er wischt sich das Blut aus dem Gesicht und genießt das matschige Gefühl in seinen Händen. Er hört, wie hinter ihm ein Fuß auftritt. Plötzlich stürmt Chief in die Küche. Ich werde deinen Kopf mit deinem eigenen gottverdammten Hammer zerschlagen! Doch als er den Hammer hebt, rutscht er in einer zentimeterhohen Lache aus Blut aus. Junge bekommt Panik und rennt hinaus in die dunkler werdenden Wälder, während Chief hinter ihm schreit und flucht und Kugeln an ihm vorbei zischen.

ERINNERUNG 3731[ | ]

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Junge weiß nicht, wie lange er schon läuft, aber er ist erschöpft. In der Ferne hört er Chief schreien und schimpfen. Sagt, er bedauere den Tag, an dem er seinen Eltern geraten hat, ihn als Farmhelfer zu behalten. Erklärt, er habe Mutter und Vater gesagt, dass ein Monsterkind ein verdammt guter Arbeiter sei. Sagt auch andere Dinge. Dinge, die Junge nicht hören will. Deine Eltern haben versucht, dich umzubringen. Haben kochendes Wasser aus einem Topf über dich gekippt und dir gesagt, du wärst ein tollpatschiges Kind. Haben gesagt, du hättest den Topf vom Ofen gezogen, aber ich weiß es besser. Ich habe sie durchschaut. Ihr deformiertes Kind war ihnen so peinlich, dass sie es mit kochendem Wasser übergossen haben. Haben versucht, dich umzubringen! Haben versucht, es wie einen Unfall aussehen zu lassen. Junge hält sich die Ohren zu. Fliegen summen herum, lachen. Er will das nicht hören. Ein hoher Pfeifton schallt durch seinen Geist. Aufhören! Aufhören! Aufhören! Aber es hört nicht auf. Er weiß, dass er der Einzige ist, der das Pfeifen und die lachenden Fliegen hören kann. Er weiß, dass er Dinge hört. Er weiß, dass Vater ihm wehgetan hat. Seinen Kopf verletzt hat. Zu laut in sein Ohr geschrien hat, als er ein Baby war. Böse Sachen geschrien hat. Böse Sachen wie zum Beispiel, dass er sich wünschte, Mutters Nabelschnur hätte ihn ganz erwürgt, nicht nur halb. Er braucht einen Augenblick, um sich zu sammeln. Er hört andere Stimmen. Chief hat noch mehr Deputys gerufen. Egal. Sollen sie alle kommen. Sie haben es alle verdient, für ihre Taten zu büßen, während Mutter und Vater ihn leiden ließen und stattdessen ihre wertvollen Schweine großzogen.

ERINNERUNG 3732[ | ]

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Junge quetscht den Hals so eng, dass die Schreie schnell in ein jämmerliches Winseln übergehen. Einen Menschen zu töten, ist leichter, als eine Kuh zu töten. Nur ein Mensch kann so ein Theater veranstalten. Junge blickt in die panischen Augen des Deputys. Er kennt ihn. Er kennt ihn gut. Der hier hat ihn oft ausgelacht. Hat ihn ausgelacht, wenn er ihm eigentlich hätte helfen sollen. Und wer lacht jetzt? Hast du nicht ferngesehen? Die Polizei sollte helfen, nicht verletzen. Lach doch jetzt mal! Junge hebt ihn hoch und lässt seinen Hinterkopf gegen einen Baum krachen. Wieder und wieder! Lach doch! Lach! Lach! Der Schädel platzt auf wie eine Melone und Gehirnmasse hängt an einer Seite heraus. Junge lässt ihn los, und der sterbende Deputy kann kaum das Gleichgewicht halten. Er schwankt nach links und rechts und hält vor Junge inne. Einen Moment lang starrt er ihn an, als ob er mehr als nur ein Werkzeug oder eine Freakshow sehen würde. Etwas, das schlauer ist als ein Maultier. Schlauer und tödlicher. Der Deputy scheint verwirrt ... wie ein hirnloser Zombie im Fernsehen. Der zitternde, verwirrte Deputy stolpert vorwärts und bemerkt seinen nassen, matschigen Kopf. Junge geht zur Seite, lässt ihn vorbeiziehen und betrachtet seine gut gemachte Arbeit. Er blickt zur Matsche, die aus dem Schädel trieft wie Fensterkitt. Beobachtet, wie der Mann im Mondlicht nach links und rechts taumelt. Wäre er eine Kuh, würde er seinem Leiden jetzt ein Ende bereiten. Aber er ist keine Kuh. Er ist etwas anderes. Etwas Abscheuliches und Korruptes. Junge beobachtet, wie er im Schatten verschwindet. Dann betrachtet er die Dunkelheit, bis er einen dumpfen Schlag hört. Ein seltsames Gefühl erfüllt sein Herz und er ... lacht. Es fühlt sich gut an, sich zu wehren und ihnen seinen Wert zu zeigen. Seinen wahren Wert.

ERINNERUNG 3733[ | ]

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Junge hört, wie Chief hektisch nach ihm sucht. Er sitzt still bei einem Baum, ist mit Dornenzweigen bedeckt und quetscht eine Handvoll Gehirn des Deputys. Es hat dieselbe Textur wie Kuhgehirn. Wenn er in jeder Hand je einen Brocken hätte, könnte er den Unterschied vermutlich nicht erkennen. Er quetscht, und das Gefühl gefällt ihm. Es besänftigt ihn, beruhigt ihn, löst seine Angst. Seine Gedanken wandern zu seiner Lieblingsfernsehserie. Mutter und Vater hatten ihm einen Fernseher hingestellt, damit er die Klappe hält. Sie waren es leid, dass er gegen die Wand schlug und nach ihnen schrie. Nichts hatte funktioniert. Weder der Knebel noch das Seil, aus dem er sich immer herauswinden konnte. Nur der Fernseher. Fernsehen war besser als jede Einschränkung. Er blieb sitzen, passiv, zufrieden und leise. Mutter sagte, es würde ihn hypnotisieren, und das sei gut.

Der Fernseher hatte Junge so viele Dinge gezeigt. Hatte ihm gezeigt, wie sich sein Leben von dem anderer Kinder unterschied. Hatte ihm gezeigt, wie Eltern eigentlich sein sollten. Er wünschte sich, seine Eltern wären mehr wie Clarks Eltern. Sie hatten einen Helden aus ihrem Sohn gemacht, indem sie einfach nur gut zu ihm waren und ihn richtig erzogen. Sie kümmerten sich gut um ihn, dabei war er nicht einmal ihr leiblicher Sohn. Oder ... die anderen Eltern ... Die Eltern von diesem anderen Jungen namens Beaver. Er hatte eine gute Familie. Aber er war nicht wie sie. Er war nicht wie Clark oder Beaver. Er kam verletzt, deformiert und schwach wie ein Zwerg zur Welt. Sein Vater hatte ihm gesagt, dass er ihn zusammen mit Steinen in einen Sack stecken und dann in den See werfen wollte. Keine Liebe. Kein Leben. Kein gar nichts.

In der Ferne hört er Deputys rufen. Junge hat Angst und macht, was er in seiner Zelle immer macht. Er schließt seine Augen, denkt an Clark und wartet darauf, dass der größte Held aller Zeiten ihn rettet. Aber er kommt nie. Es ist nicht wie im Fernsehen. Dort rettet er immer alle. Dort hilft er immer jenen, die Hilfe brauchen. Aber das Fernsehen ist nicht die Realität, und er ist allein. Er ist allein, weil er als verkümmertes kleines Ungeheuer geboren wurde. Junge öffnet seine Augen und blickt den blutigen Klumpen in seiner Hand an. Egal. Genug gewartet. Heute ist er sein eigener Held.

ERINNERUNG 3734[ | ]

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Chief schreit seine Wut hinaus. Hat kleine Stückchen und Bröckchen von einem weiteren Deputy gefunden. Junge erledigt sie wie Vieh in einem Stall. Chief flucht, dass er ihn dafür büßen lassen wird. Mich büßen lassen? Mich? Du bist der Einzige, der büßen muss, weil er mich all die Jahre in dieser Zelle hat dahinvegetieren lassen. Chief beruhigt sich und ruft jemanden an. Sagt ihm, dass er die Hunde mitbringen soll. Dann bringt sie mit! Macht keinen Unterschied. Egal was – er wird nie wieder in diese Zelle oder irgendeine andere Zelle gehen. Lieber wird er tausend Tode sterben, bevor er sich wieder von ihnen einsperren lässt. Er will aus der Dunkelheit hervorpreschen und sich ihn schnappen, aber irgendetwas sagt ihm, dass es genau das ist, was Chief will. Er versucht, ihn mit verletzenden Worten herauszulocken. Junge sitzt im Schatten und spielt mit einer Hand an den trockenen Zweigen herum. Er sieht einen Deputy, der sich mit einer Taschenlampe nähert. Er schnappt sich einen dicken Ast, erhebt sich langsam und schleicht auf ihn zu. Ein Hase springt auf und hüpft davon. Der Deputy richtet die Taschenlampe auf den Nager. Er stöhnt verängstigt auf, als Junge wie Babe Ruth seinen Ast schwingt. Kopf und Hals platzen auf und dunkle Innereien spritzen gegen die Bäume und auf den Boden. Aber der Deputy fällt nicht um. Er taumelt mal hierhin, mal dorthin. Sein zerschlagener Kopf baumelt gerade noch an Sehnen und Fleisch. Seine Hände greifen verzweifelt nach vorne und spüren die kalte Nachtluft. Das erinnert Junge an geköpfte Hühnchen, die noch auf der Suche nach ihrem Kopf über den Hof flattern. Junge lächelt und fühlt sich befreit. Er lacht vor sich hin. Noch ein Deputy gewaschen. Sein Vater hat Chiefs Geld gewaschen, und jetzt wäscht Junge seine Deputys. Wie der Vater, so der Sohn. Er denkt an Chief und sein Lächeln verschwindet. Er hätte ihm helfen können ... All diese Jahre ... hätte er ihm helfen können.

ERINNERUNG 3735[ | ]

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Junge! Du willst wissen, wie du heißt? Ich weiß es! Komm heraus, dann flüstere ich es dir in dein nutzloses, verstümmeltes Ohr! Chief spielt Spielchen mit ihm, aber er wird sich nicht darauf einlassen. Chief schwört, dass er ihn die ganze Nacht jagen wird und er Hunde beordert hat. Hunde können einen Grillenfurz aus einem Haufen Dung herausriechen. Junge wusste nicht einmal, dass Grillen furzen können. Durch das Fernsehen hat er viel gelernt, aber das nicht. Der Gedanke an eine furzende Grille lässt Junge lächeln. Er lächelt gerne. Er kriecht näher zur den Polizisten hin. Zwei neue Männer sind mit Chief auf der Jagd, aber Hunde sieht er nicht. Er denkt, dass es wohl das Beste ist, sie auszuschalten, bevor die Hunde eintreffen. Polizeihunde hat er im Fernsehen gesehen. Sie können alles erschnüffeln. Diese Deputys scheinen wütender zu sein als die vorigen. Er ist nicht sicher, ob das an ihren ermordeten Freunden liegt oder daran, dass er ihre Waschgewohnheiten mit seinem Vater beendet hat. Vielleicht beides. Er ahnt jedoch, dass sie ihn leiden und wie eine abgestochene Sau quieken lassen werden, wenn sie ihn erwischen. Diese Schweine. Diese verdammten Schweine, die sie so sehr geliebt haben. Warum haben sie die so sehr geliebt und ihn so wenig. Hätten sie ihn wie diese Schweine behandelt, wäre er glücklich gewesen. Er wäre glücklich gewesen und ein anderer Mensch geworden. Er wäre ein Held geworden. Wie dieser Junge mit dem Umhang. Er hätte der Welt geholfen, nur weil seiner Mutter und sein Vater ihn so erzogen hätten.

ERINNERUNG 3736[ | ]

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Junge kriecht hinter zwei Deputys heran, die er im Mondlicht kaum sehen kann. Langsam hebt er einen spitzen Ast, holt aus, schlägt einem den Schädel ein und stößt den Ast durch den Mund des anderen, bevor dieser um Hilfe rufen kann. Er blickt auf das Blut herunter, das wie ein kleiner Geysir hervorsprudelt. Das erinnert ihn an eine Szene in einem Cowboyfilm. Er geht auf den anderen Deputy zu. Der Deputy dreht sich um und schnappt sich Junge. Sie rollen über die knisternden Blätter und heruntergefallenen Zweige und teilen dabei gegenseitig Schläge aus. Junge schafft es, deinen Arm um den Hals des Deputys zu legen und drückt zu. Dessen Beine strampeln wild umher. Junge drückt zu, bis sie endlich aufhören. Er hört, wie Chief seine Deputys zurückruft. Er sagt, die Hunde seien eingetroffen. Junge zieht sich ins Dickicht und in den Schatten zurück. Er schließt seine Augen und stellt sich ein anderes Leben für sich vor. Er ist der Beaver-Junge, der am Tisch sitzt und mit seiner Mutter und seinem Vater eine gesunde Mahlzeit zu sich nimmt und sich mit ihnen über seinen Tag unterhält. Doch während er spricht, ändert sich alles. Die Geräusche machen seine Mutter wütend. Sie verpasst ihm einen Schlag gegen den Kopf, drückt ihn nach unten, kippt heiße Soße in seinen Mund und sagt ihm, dass er nie wieder reden soll. Sein Vater schnappt sich ihn und verpasst ihm eine Tracht Prügel mit seinem Gürtel. Seine Augen springen auf. Alles hätte so anders sein können, wäre er nicht als Monster geboren worden. Als Monster geboren? Monster werden nicht geboren. Sie werden gemacht. Und zwar in einem Schmelztiegel aus Hass, Grausamkeit und Missbrauch. Heiße Soße und Gürtel! Das ist das Zeug aus dem Monster gemacht sind.

ERINNERUNG 3737[ | ]

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Dein Vater sagt, du willst deinen Namen wissen! Dann hör auf, herumzurennen, damit ich dir deinen verdammten Namen sagen kann! Junge hört auf, herumzurennen. Das Bellen der Hunde wird immer lauter. Er wendet sich Chiefs Stimme zu und sieht das Mondlicht durch die Blätter und Zweige dringen. Er wendet sich hin und her und ist nicht sicher, was er tun soll. Chiefs Stimme wird lauter. Dein Vater hat dir einen Namen gegeben, bevor er begriffen hat, dass du ein verdammter Freak bist! Dein Name ist seine Schande! Deshalb hat er dich versteckt! Wenn du deinen Namen wissen willst, dann komm mit erhobenen Händen raus, damit ich ihn dir sagen kann! Bevor Junge begreift, was geschieht, stürmt ein Hund aus der Dunkelheit und schnappt mit seinem scheußlichen Maul voller scharfer Zähne und triefender Sabber nach seinem Arm. Junge rollt sich auf einen vagen, sich schnell bewegenden Schatten zu und greift nach dem Handgelenk, bevor der Hammer auf seinen Kopf krachen kann. Er schleudert den Hund gegen einen Baum. Noch nie hat er eine solche Stärke, Macht und Entschlossenheit gespürt. Ich habe einen Namen! Er schüttelt das Handgelenk, und der Hammer fällt mit einem dumpfen Schlag in der Dunkelheit zu Boden.

Junge ringt Chief zu Boden. Chief zieht ein Messer heraus. Junge schnappt sich Chiefs Handgelenk und zwingt ihn, es in seinen eigenen Bauch zu stoßen. Sieh nur, was ich wert bin, Chief! Siehst du meinen Wert? Chief zieht das blutige Messer wieder raus. Aber Junge gibt ihm keine Chance, zu reagieren. Er stößt seine Hand in die warmen Eingeweide und zerquetscht irgendetwas, das er nicht ganz erkennt. Chief kreischt vor Schmerzen. Hurensohn! Die Hunde springen Junge an und zerren ihn von Chief fort, bevor er noch mehr Schaden anrichten kann. Junge schleudert die Hunde zu Boden und sucht seinen Hammer, um seine gute Arbeit zu beenden. Die Hunde werden langsam wild und bellen. Er nimmt sich einen Ast. Schlägt damit brutal auf sie ein und stürmt davon, bevor sie erneut angreifen können. Eine gefühlte Ewigkeit rennt er durch die Kälte, durch dunkle Wälder und zur Farm ... Zu dem Haus, in dem er eigentlich schon immer hätte wohnen sollen. Es ist noch nicht zu spät. Im Keller gibt es geheime Zimmer. Zimmer, in denen Vater sein Geld versteckte und in denen Vater und Mutter ihn schlagen konnten, ohne dass jemand seine Schreie hörte. Er wettet, dass er sich dort eine ganze Weile verstecken kann, bis sie ihn finden. Er wettet, dass es dort recht gemütlich ist. Insbesondere mit seinem Fernseher. Und er wettet, dass er in Vaters Sachen etwas finden kann, das ihm verrät, wie er heißt, wie er wirklich heißt. Aber erst, wenn er sich etwas Speck gebraten hat, ... wertvollen Speck.

Sanitus Alionis: LOGS 337, 1007, 1275, 2217, 5738, 5798, 7525, 8545, 8557, 8789[ | ]

ARCUS 7525[ | ]

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Schwer zu sagen, was über mich gekommen ist, und ich kann mich kaum an die letzten paar Stunden und vielleicht sogar Tage erinnern. Ich bin mit mehreren leeren Whiskeyflaschen aufgewacht, Leichen waren auf der Dachterrasse verteilt. Nicht weit von der Szene lag mein blutiger Eisen 9, und auf einem Plattenspieler lief ein französischer Song über das Leben in einer Stadt, die ich wohl nie wirklich kennenlernen werde. Ich drehte die Leichen eine nach der anderen um, und sie erinnerten vage an jene Personen, die mich in dieses infernale Gefängnis gebracht haben. Ich muss sie wohl am selben Abend beschworen und wieder vernichtet haben. Aber ... mit einem Eisen 9? Ich hatte mir viel schlimmere Schicksale für sie ausgedacht. Ich habe den dunklen und kreativen Ideen, wie ich sie eines Tages für ihre Korruption und ihre Unverschämtheit büßen lassen könnte, sogar ein Tagebuch gewidmet.

ARCUS 337[ | ]

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Auf den ersten Blick scheint das endlose Blutvergießen eine Tat zu sein, die einen zerstörerischen Instinkt des Entitus befriedigt. Doch diese Darstellung ist dann wohl eher eine verzerrte Reduzierung von etwas Komplexerem, etwas Komplizierterem, etwas schon fast Heiligem. Hinter dem Schrecken, dem Blutvergießen und der sehr realen Erscheinung des Todes steckt etwas, das uns mit dem Leben in Kontakt kommen lässt und berauschend sein kann, ein stark süchtig machendes Erlebnis auf tiefster und archaischster Ebene. Wenn unser Blut, unsere Lebenskraft dem Entitus geopfert wird, kann man es als Geschenk betrachten, das schon bald zurückgegeben wird, damit der Schrecken sich ständig wiederholen kann. Die Welt ist ein ständiger Wechsel zwischen Leben und Tod, zwischen Tod und Leben ... Der Kreislauf des Blutes durch einen alten Menschen – vom Herzen zum Leib, zur Niere und wieder zurück zum Herzen, um gereinigt zu werden und von vorne zu beginnen.

ARCUS 1007[ | ]

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Ein neues Tor hat sich geöffnet. Für wie lange? Weder bin ich sicher, noch habe ich mit meinen besten Schätzungen jemals richtig gelegen. Es führt durch die Tür meines Arbeitszimmers und hinein in ein verlorenes und vergessenes Reich. Dort gibt es mit Moos überwachsene Steinhäuser, deren Türen mit Kutschen, Holzplanken und verwesenden, in Stacheldraht verfangenen Leichen verbarrikadiert sind. Ich gehe durch die Häuser und sehe mir die verbliebenen Erinnerungen von Soldaten an, wie sie Dorfbewohner mit Schwertern töten – aus purer Lust. Ich kann nicht erkennen, aus welcher Ära oder Terrawelt dieses Reich stammt. Ich durchsuche die Reiche nach Hinweisen darauf, wie man ein Tor nach Hause öffnen kann. Irgendwo in diesen Erinnerungen und vergessenen Reichen liegt die Antwort auf meine Erlösung. Aber ... in welchen? ... In welchen nur?

ARCUS 2217[ | ]

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Zu meinem Erstaunen und meiner Verwunderung habe ich Erinnerungen von Claudette entdeckt, die anders sind als alles, das ich zuvor erlebt habe. Man könnte sogar sagen, dass sie nicht zu ihr gehören sollten ... Doch trotzdem ... sind es ihre. Ich nehme an, diese Erinnerungen gehören einer anderen Claudette aus einer anderen Terrawelt, denn sie lassen vermuten, dass dieses alte Wesen am kosmischen Büfett klare Vorlieben für bestimmte Seelen hat. Ich werde noch mehr Proben von diesen Erinnerungen benötigen, um feststellen zu können, ob sie tatsächlich von einer anderen Claudette stammen oder ob – und das ist durchaus möglich – ich Probleme habe, zwischen ihren echten Erinnerungen und ihren kreativen Träumereien zu unterscheiden.

ARCUS 8557[ | ]

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Ich zittere, während ich dies hier aufschreibe. Tintenfischartige Kreaturen, die kaum zu beschreiben sind, dringen in meinen Turm ein und versuchen, mein Arbeitszimmer und meine Werkzeuge zu vernichten, die ich zum Erkunden und Manifestieren brauche. Ich habe sie abgewehrt, so lange ich konnte, habe anschließend das Auris und andere Wertsachen genommen, bin durch ein Tor gestürmt und habe mich in einem verlorenen Reich versteckt. Als ich zurückkehrte, hatten sie den Turm auf den Kopf gestellt und mein Arbeitszimmer komplett durchwühlt. Die Kreaturen lagen tot auf dem Boden. Schwarzes, fauliges Blut rann aus ihnen heraus und der Gestank von verwesendem Fisch war einfach überall. Was sind das für Kreaturen und wer schickt sie, wenn es nicht dieses brutale Monster ist, das ich den Alten nenne. Stundenlang habe ich geflucht und diese stinkenden Kadaver aus meinem Fenster und zurück in den Abgrund geworfen.

ARCUS 5738[ | ]

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Ein merkwürdiger Impuls hat mich in der absoluten Dunkelheit des Ganzen aufs Dach klettern und eine einzelne Kerze anzünden lassen. Als die Kerze erlosch, stürzte ich mich vom Dach und in meinen sicheren Tod, endete aber irgendwie in meinem Bett, als ob ich aus einem Albtraum erwacht wäre. Keine Ahnung, was ich mir da gedacht habe, aber es zeigt mir nur wieder, ... dass der Tod keine Option ist.

ARCUS 1275[ | ]

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Ich habe mich oft gefragt, ob jene, die hier gefangen sind, jemals aufgehört haben, über die unerklärliche Signifikanz dieser Welt nachzudenken, die nicht nur Zeit und Raum trotzt, sondern auch dem Tod. Eine Welt, die aus Erinnerungen besteht und weder konsistent noch konstant ist. Etwas, das einem kollektiven Traum gleichkommt, der aus kollektiven Erinnerungen und dem Glauben seiner Einwohner erschaffen ist. Manchmal frage ich mich, ob nicht alle Welten in gewisser Hinsicht wie diese sind und die Realität in Wirklichkeit das ist, was wir träumen oder glauben.

ARCUS 8545[ | ]

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Ich wurde von einem Wahn aus Gekreische und Zerstörung aus dem Schlaf gerissen und stürmte zum nächstbesten Fenster, doch draußen war nur der endlose schwarze Nebel zu sehen. Im Nebel erwachten Dinge zum Leben und starben zugleich, als ob der Entitus krank oder in einem Schockzustand war. Kreaturen röhrten und kämpften und rissen sich irgendwo im Abgrund gegenseitig in Stücke. Das war sowohl unterhaltsam als auch beunruhigend. Ich schnappte mir einen Eisen 9 und hielt ihn bereit, wartete darauf, dass irgendeine Erscheinung mich angriff. Doch nach wenigen Augenblicken war alles vorbei. Und dann konnte ich nicht schlafen, daher versuchte ich, mich mit etwas Whiskey und Golf auf dem Dach abzulenken, während ich gleichzeitig diesen verdammten Alten verfluchte und hoffte, dass das, was ich gerade erlebt hatte, nicht mehr als eine Art kosmische Verdauung war.

ARCUS 8789[ | ]

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In meinem Arbeitszimmer liegen Leichen, und ich kann mich an die letzten paar Tage nicht erinnern. Die Leichen waren von Kopf bis Fuß geschunden, die Gesichter waren zu Brei geschlagen worden, nicht mehr zu erkennen. Ich zerrte sie zum Fenster, warf sie in den Abgrund und fragte mich, wer sie gewesen und warum sie in meinem Turm gewesen waren. Hatte ich sie manifestiert? Hatte ich sie erschaffen, um Gesellschaft zu haben? Oder sind sie von irgendwo anders hergekommen? War ich derjenige, der sie abgeschlachtet hat? Hatte ich mich so sehr in eine Erinnerung vertieft, dass ich für eine kurze Weile zu jemand anders wurde? Vielleicht sind sie nicht meine Schöpfungen, sondern Erscheinungen aus dem Nebel, die vom Entitus geschickt wurden. Wie die Kreaturen, die ich gelegentlich im Nebel herumlungern höre.

ARCUS 5798[ | ]

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Die Zwischenfälle ergeben keinen Sinn mehr. Gar nichts ergibt mehr Sinn. Alles ist nur noch ein verschwommenes Chaos aus irrealen Erscheinungen und wirren Erinnerungen. Ich bekomme meine eigenen Gedanken kaum noch zu fassen. Auch kann ich meine Erinnerungen kaum noch von denen der Personen unterscheiden, die ich untersucht habe. Gestern Abend habe ich den schrecklichsten Mord in meiner Sammlung neu durchlebt, und zwar mit einer seltsamen Art von ... Vergnügen ... Als ich genug davon hatte, blickte ich in den Spiegel und sah nicht mich selbst, sondern ein Dutzend Gesichter, die sich abwechselnd ineinander verwandelten. Alle möglichen Gesichter, nur nicht meins. Ich schlug mit der Faust gegen den Spiegel und riss mir dabei die Hand auf. Überall war Blut. Was für ein grausames Schicksal hat mich befallen, dass ich mich in der Dunkelheit verliere, während ich versuche, ihrem tödlichen Griff zu entkommen. Das Auris wird entweder meine Erlösung oder mein Niedergang sein.

Kurzfilme[ | ]

Talbot Grimes: Unbekannte Tore Nea Karlsson: Rebellion für eine gute Sache Max Thompson Jr.: Ein Mann namens Junge
Die heilige Fäule: Anfang Die heilige Fäule: Fallensteller Die heilige Fäule: Ende

Belohnungen[ | ]

Durch das Abschließen der entsprechenden Aufgaben der vier Stufen im Foliant erhält der Spieler folgende Glücksbringer:

Bild Name Beschreibung Stufe
ZA 001 Pustelschote Die verwelkte Saat einer Pustelblume, die sich allmählich in Staub verwandelt. STUFE I
ZA 002 Pustelsetzling Ein Sprössling, der paradoxerweise durch seinen Tod belebt wurde. STUFE II
ZA 003 Pustelknospe Eine feste Pustelknospe, in deren Innerem Anzeichen der ungewöhnlichen orangen Flüssigkeit zu finden sind. STUFE III
ZA 004 Pustelblume Eine lebendige Blume, die eine geheimnisvolle Substanz absondert und damit die Saison einer neuen Fäule signalisiert. STUFE IV

Trivia[ | ]

  • Eine mögliche Übersetzung des lateinischen Ausdrucks "Sanitas Alionis" wäre "Sanität von Alion".
    • Unter der Annahme, dass es sich nicht nur um eine pseudolateinische Phrase handelt (aufgrund des Schreibfehlers von "Sanitas" als "Sanitus"), ist es möglich, dass "Alion" der echte Name des Beobachters ist.
  • Die Namen "Clark" und "Beaver" in Erinnerung 3733 beziehen sich auf tatsächliche Fernsehfiguren.
    • Clark Kent ist das Alter Ego von Superman in der Fernsehserie "Adventures of Superman", die von 1952 bis 1958 ausgestrahlt wurde.
    • Theodore "The Beaver" Cleaver ist der Name des Protagonisten der Fernsehserie "Leave It to Beaver", die von 1957 bis 1963 ausgestrahlt wurde.
  • Foliant 5 - Entfesselt führte eine neue Art von Herausforderung ein, die ein zusätzliches Ziel in einer Prüfung hervorbringt. In diesem Fall ist es die Herausforderung Reiche Ernte, bei der ein Viszeralgeschwür geerntet werden muss.

Trailer[ | ]


FOLIANTEN IN DEAD BY DAYLIGHT
FOLIANTEN

Foliant 1 - Das Erwachen Foliant 2 - Abrechnung Foliant 3 - Eskalation Foliant 4 - Verurteilung Foliant 5 - Entfesselt Foliant 6 - Abweichung Foliant 7 - Verlassen Foliant 8 - Befreiung Foliant 9 - Crescendo Foliant 10 - SAW Foliant 11 - Hingabe Foliant 12 - Uneinigkeit Foliant 13 - Boshaftigkeit Foliant 14 - Verrat Foliant 15 - Aufstieg Foliant 16 - Existenz Foliant 17 - Engagement Foliant 18 - Korrektur Foliant 19 - Pracht

EVENTFOLIANTEN Eventfoliant 1 - Der Mitternachtshain Eventfoliant 2 - Unheimliche Maskerade Eventfoliant 3 - Spuk in Dead by Daylight Eventfoliant 4 - Kalt bis auf die Knochen Eventfoliant 5 - Unheimliche Maskerade Eventfoliant 6 - Heiße Grillparty Eventfoliant 7 - Spuk in Dead by Daylight Eventfoliant 8 - Kalt bis auf die Knochen Eventfoliant 9 - Blutmond
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